T-Online steigt in Spanien und Portugal ein
T-Online übernimmt Ya.com für 650 Millionen Euro
Die T-Online-International AG übernimmt den spanischen Online-Dienstleister Ya.com, derzeit die Nummer zwei in Spanien. Dort liegt die Stärke des Anbieters vor allem im Portalbereich. Nur gut 400.000 der über 2,3 Millionen registrierten Kunden nutzen Ya.com auch als Internet-Access. Daneben ist Ya.com zugleich in Portugal präsent.
Durch die Nutzung von Synergien in den Bereichen Finanzen, Management und Technik, die durch diese Akquisition realisiert werden können, soll die weitere Entwicklung von Ya.com verstärkt werden und T-Online auf dem Weg zum führenden europäischen Internetunternehmen vorangebracht werden.
Die vergrößerte T-Online-Gruppe - neben Deutschland ist T-Online bisher auch in Frankreich und Österreich sowie bald in der Schweiz aktiv - hat damit über 6,4 Millionen Nutzer, die über die Gruppe ins Internet gelangen, sowie über zwei Millionen weitere registrierte Nutzer. Sie erreicht nach eigenen Angaben 53 Prozent der Bevölkerung in Euroland.
T-Online wird im Rahmen einer Kapitalerhöhung 15,25 Millionen neue Aktien sowie 100 Millionen Euro in bar zahlen. Bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Schlusskurses der T-Online-International-Aktie an den letzten 20 Handelstagen vor dem 3. September, dem Datum der Vertragsunterzeichnung, von 29,51 Euro je T-Online-Aktie, liegt die Bewertung des Ya.com-Aktienkapitals (inklusive aller Optionen auf solche Aktien) bei rund 550 Millionen Euro. Die Transaktion soll im Herbst abgeschlossen werden.
Die bisherigen Ya.com-Aktionäre sowie die Besitzer von Ya.com-Optionsscheinen werden zusammen rund 1,25 Prozent des erweiterten Aktienkapitals von T-Online halten. Jazztel und Jazztel Telecom, als bisherige Großaktionäre von Ya.com, werden über 0,87 Prozent des vergrößerten Aktienkapitals von T-Online verfügen. Die von Jazztel gehaltenen T-Online-Aktien unterliegen Verkaufsrestriktionen, so dass ohne Zustimmung von T-Online ein Drittel der Aktien erst nach dem 17. Oktober 2000 und zwei Drittel nicht vor dem 1. Dezember 2000 veräußert werden dürfen.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed





