Neuer Siemens-Sensor funktioniert ohne Stromversorgung

"Magic Sensor" - autarker Funksensor von Siemens

Der neue Siemens-Funksensor Magic Sensor bleibt so lange passiv, bis ein Ereignis ihn "weckt". Er meldet sich dann von selbst und bezieht die dafür notwendige Energie aus dem zu meldenden Ereignis. Der mobile Sensor/Schalter benötigt weder Batterie noch Stromkabel und ist schon alleine deshalb umweltfreundlich.

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Magic Sensor auf Fingerspitze
Magic Sensor auf Fingerspitze
Die Hauptarbeit leisten die piezo- oder pyroelektrischen Materialien, die der Messfühler enthält. Sie finden sich auch in Alltagsgegenständen, etwa in Feuerzeugen, wieder und funktionieren nach einem einfachen elektrischen Prinzip: Die elektrische Spannung, die beim Druck auf einen Piezo-Kristall entsteht, erzeugt einen Funken, der die Gasflamme des Feuerzeugs zündet.

Wird der piezoelektrische Kristall durch ein pyroelektrisches ersetzt, reichen bereits kleine Temperaturänderungen aus, um ihn in Gang zu bringen. Bei jeder Änderung entsteht im Sensor eine Spannung, die zu einer Funkenstrecke - einem schmalen unterbrochenen Drahtstück - geleitet wird.

Bei Überschreiten eines bestimmten Spannungswerts "fliegen" an dieser Stelle im wahrsten Sinne des Wortes "die Funken". Bei jedem dieser elektrischen Durchschläge entsteht ein hochfrequentes Signal, dessen Energie "abgezapft" und dem eigentlichen Messfühler, einem Oberflächenwellensensor, zugeführt wird.

Dessen Aufgabe ist es, dem Funksignal einen Identifikationscode und die Messinformationen aufzuprägen. Anschließend werden die Daten über eine kleine Antenne abgestrahlt.

Erfinder Wolf-Eckhart Bulst vergleicht dies mit "Münchhausen, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog".

Der autarke Funksensor von Siemens, der auch "Magic Sensor" genannt wird, bietet nahezu unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten, nämlich überall da, wo es umständlich wäre, Anschlusskabel zu legen oder wo man das Auswechseln von Batterien vermeiden will. Das reicht von Lichtschaltern über Notrufe, Klingeln und Fernbedienungen bis zu Bewegungs- und Zustandsmeldern - etwa für Fenster oder Türen - und die Temperaturkontrolle von Heizung, Kühl- und Kochgut.

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