AddCom muss Privatnutzer-Flatrate einstellen
Internet Service Provider erhält Abmahnung von einem Konkurrenten
Die AddCom AG muss auf Grund einer Abmahnung durch einen Konkurrenten seine "Flatrate-Private" zum 30. September 2000 einstellen, da diese nur zu bestimmten Uhrzeiten galt und der Begriff Flatrate somit nicht angemessen war. Daher bietet AddCom den bestehenden 10.000 Nutzern der Flatrate-Private einen Umstieg auf eine neue "24-Stunden-Flatrate" für 79 Mark pro Monat.
Der Haken dabei: Die "Fulltime-Flatrate" ist auf Grund der Sicherstellung der Performance auf nur 5.000 Kunden begrenzt, so dass der Rest sich nach einem anderen Flatrate-Anbieter umschauen muss, aber immerhin bereits bezahlte Einrichtungsgebühren erstattet bekommt. Eine Einrichtungsgebühr soll für die zur Fulltime-Flatrate wechselnden Kunden nicht anfallen.
Dazu erklärt Julian Riedlbauer, Vorstandsmitglied der AddCom AG: "Die Zufriedenheit unserer Kunden ist uns wichtiger als schneller Profit. In den letzten Wochen hatten wir eine deutliche Nachfrage unserer Kunden nach einer Fulltime-Flatrate, die wir jetzt im Rahmen der Abmahnung anbieten. Da sich für einige Kunden die Flatrate-Private auf Grund ihres geringen Surfvolumens nicht gerechnet hat, gehen wir davon aus, dass nur etwa die Hälfte der Kunden auf die Fulltime-Flatrate umsteigen wird."
Die AddCom-Fulltime-Flatrate soll wie die Flatrate-Private jederzeit zum Monatsende kündbar sein.
Auch der Flatrate-Anbieter Cisma hat angekündigt, keine Flatrate-Anmeldungen mehr anzunehmen. Bei Versatel/Sonnet will man Power-Usern kündigen. Darüber hinaus musste gestern der Flatrate-Anbieter Surf1 einen Insolvenzantrag stellen und ist damit praktisch aus dem Rennen. Offenbar haben sich einige Anbieter auf riskante Mischkalkulationen gestützt und vergessen, dass ihre Kunden die Flatrate auch als solche begreifen und nicht nur wenige Stunden pro Tag online sind.
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