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Bug oder heikles Feature? User-Tracking mit Word & Co.

Schießt Microsoft mit den Internetfeatures von Office 2000 übers Ziel hinaus? Die Privacy Foundation berichtet von einem "Bug" in Microsoft Word, der es erlaubt, so genannte "Web Bugs" in Microsoft-Word-Dokumente zu integrieren, die es erlauben, den Werdegang des Dokuments zu verfolgen. Die Basis dafür schaffen die Internetfunktionen von Office 2000.
/ Jens Ihlenfeld
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So sei es beispielsweise möglich zu verfolgen, welche Wege geheime Geschäftsdokumente oder Pressemitteilungen gehen.

Der Bug basiere auf der Möglichkeit, Links zu Bildern in die Dokumente einzubauen, die auf dem eigenen Webserver liegen. Da nur die URL im Dokument gespeichert ist, versucht Word bei jedem Öffnen eine Verbindung zum Webserver, auf dem das Bild liegt, herzustellen. Das Logfile des Rechners enthält dann in der Regel zumindest die IP-Adresse des Rechners, von dem aus das Dokument geöffnet wurde.

Zudem sei es möglich, mittels dieser "Web Bugs" aus Word heraus Cookies zu schreiben und zu lesen, die eigentlich zum Internet Explorer gehören.

Allerdings sind diese "Web Bugs" nicht wirklich neu und in normalen Webseiten und HTML-E-Mails gang und gäbe. Nur rechnen wohl die wenigsten damit, dass die Textverarbeitung ähnliche Lücken lässt wie der Web Browser. Zwar handelt es sich dabei nicht um Sicherheitslöcher, dennoch kann es passieren, dass der User mehr über sich und sein Verhalten verrät als ihm lieb und bewusst ist. Die Möglichkeit, Bilder von fernen Servern in Word-Dokumenten anzuzeigen, lässt sich aber abschalten, mit Cookies in Word sieht es anders aus. Gleiches gilt laut Privacy Foundation für Excel-2000- und PowerPoint-2000-Dokumente.


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