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Boris Becker über Inhalte und Ziele von Sportgate

"Wir sind kein übliches Start-up-Unternehmen". Im Gespräch mit Online Today beklagte der Ex-Tennisprofi vor allem die Fokussierung von Sportinformationen im Fernsehen auf die Themenblöcke Fußball und Formel 1, während das neue Portal Sportgate sich eher dem Breitensport widmen soll.
/ Andreas Donath
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Für Boris Becker mangelt es bei Sportsites im Internet vor allem an der Nutzerorientierung. "Es geht mir im Netz zuwenig um den Endverbraucher und zu sehr darum, den Leuten zu sagen, was sie angeblich sehen wollen", sagte er im Gespräch mit Online Today.

Beckers neues Unternehmen, das Internet-Portal "Sportgate", das am 12. September 2000 an den Start geht, soll das jetzt ändern. Die Ziele des Unternehmens formuliert Becker so: "Sportgate ist eine Frage an den User. Mal angenommen, der User spielt gern Basketball, dann organisieren wir für ihn den Ball, den Platz, die restliche Ausrüstung und die Mitspieler."

Darüber hinaus, so der Ex-Tennisprofi gegenüber Online Today, werde es bei Sportgate Übertragungen aller möglichen Sport-Events geben: "Wir zeigen dann zum Beispiel die Schieß-WM in bewegten Bildern".

Wie bei den doch recht ruckeligen und winzigen Videos, die derzeit das Netz beherrschen, allerdings Details wie Einschusslöcher bei der von Becker erwähnten Schieß-WM oder Tennisbälle erkannt werden sollen, bleibt vorerst im Dunkeln.

Der Börsengang der Sportgate AG, an der neben Becker Ex-RTL-Chef Helmut Thoma, Pixelpark-CEO Paulus Neef und DSB-Präsident Manfred von Richthofen beteiligt sind, ist für das Jahr 2002 geplant. Im Gespräch mit Online Today relativiert Becker diesen Anspruch allerdings: "Natürlich haben wir diese AG mit dem Ziel gegründet, an die Börse zu gehen. Und wenn der Markt danach schreit, dann machen wir das. Aber wir müssen es nicht, denn wir sind kein übliches Start-up-Unternehmen".

Becker selbst will an Chats innerhalb des Angebotes zur Verfügung stehen.

Vor allem die 26 Millionen Mitglieder der Vereine und Verbände des Deutschen Sportbundes will man ansprechen. Unter anderem sollen über Sportgate Wettbewerbe in weniger massenpopulären Sportarten wie Schwimmen oder Fechten, aber auch Amateurspiele im Fußball, live im Internet übertragen werden.


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