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3dfx fährt Verluste ein und äußert sich zu NVidia-Klage

Kauf von Gigapixel und später Voodoo5-Launch sorgen für negative Zahlen. Der texanische Grafikkartenhersteller 3dfx hat die finanziellen Ergebnisse seines am 31. Juli geendeten, zweiten Geschäftsquartals veröffentlicht und zeigt sich von selbigen enttäuscht: Während das Unternehmen im ersten Quartal noch 108,6 Millionen sowie im Vorjahresquartal 104,8 Millionen US-Dollar Umsatz generieren konnte, sind es in diesem Jahr nur 67 Millionen US-Dollar. Der Verlust liegt bei insgesamt 100,5 Millionen US-Dollar.
/ Christian Klaß
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Als Grund nennt Alex Leupp, President und CEO von 3dfx, dass die Voodoo5-Produkte zu spät auf den Markt gekommen sind. Der Kauf des Grafikchipentwicklers GigaPixel macht mit 66,2 Millionen US-Dollar allerdings einen großen Teil des Verlusts von 100,5 Millionen US-Dollar aus.

Trotzdem ist Leupp zuversichtlich dank der neuen Voodoo4- und Voodoo5-Produkte, weiterhin eine wichtige Rolle im Retail-Grafikmarkt zu spielen. Der Kauf von GigaPixel soll sich in zukünftigen Produktgenerationen bemerkbar machen, die nicht nur auf den PC-Markt ausgerichtet sind. GigaPixel wurde ursprünglich als Microsofts Partner für die Entwicklung des Grafikchips für die X-Box-Konsole gehandelt, bis sich die Redmonder für den 3dfx-Konkurrenten NVidia entschieden haben. Kurz darauf kaufte 3dfx das Unternehmen.

Die Halbjahresergebnisse von 3dfx liegen mit 175,6 Millionen US-Dollar Umsatz etwas höher als die des vergleichbaren sechsmonatigen Zeitraums im letzten Jahr (145,3 Millionen US-Dollar). Leider liegt auch der Verlust mit 112,9 Millionen US-Dollar höher als der des vergleichbaren Zeitraums im Vorjahr (13,8 Millionen US-Dollar).

Die verzögerte Markteinführung der aktuellen Voodoo5-Produkte dürfte 3dfx' Aktionären noch längere Zeit Bauchschmerzen verursachen. Das wird sich wohl erst dann ändern, wenn 3dfx rechtzeitig eine neue Produktgeneration auf Basis der GigaPixel-Technologie liefern kann, die der Konkurrenz gewachsen ist.

Zur vor kurzem eingereichten Klage durch NVidia erklärte Leupp nur, dass dies offenbar ein Versuch sei, eine Einigung im Rahmen einer älteren, durch 3dfx eingereichten Klage zu erzwingen. "Wir glauben, dass es einen Vertrauensverlust in ihre derzeitige Verteidigung zeigt", so Leupp. "Wir bedauern es, dass NVidia sich gezwungen sieht, auf diese Taktiken als eine Verteidigung des schwebenden Rechtstreits zurückzugreifen."

NVidias Antwort wird nicht lange auf sich warten lassen...


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