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Stern: "Telekom befand sich in Interessenkonflikt"

Gerhard Schmid: "Wir waren der Festnetz-Aldi, wir werden der UMTS-Aldi.". Der MobilCom-Chef Gerhard Schmid erhebt im Zusammenhang mit der Versteigerung der UMTS-Lizenzen schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Telekom. Als mehrheitlich im Staatsbesitz befindliches Unternehmen habe die Telekom bei der Auktion vergangene Woche in einem "Interessenkonflikt" gestanden, so Schmid in einem Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden Magazin Stern.
/ Jens Ihlenfeld
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Schmid wörtlich: "Warum bietet die Telekom erst immer weiter und hört dann plötzlich auf? Die Telekom hat den Wahnsinn befördert! Wenn Ron Sommer das Ergebnis der Auktion 'optimal' nennt, meint er wohl den optimalen Preis für seinen Haupteigentümer, den Bund."

Schmid deutete im Gespräch an, dass er sich vorstellen könne, die Leitung seines Unternehmens künftig in andere Hände abzugeben, so der Stern.

Für den UMTS-Markt rechnet der MobilCom-Chef allein in Deutschland mit 100 Millionen Kunden im Jahr 2010. Schmid: "Dann hat jeder sein eigenes Handy, dazu kommt ein Familiengerät, eins im Auto und ein Firmen-Telefon." MobilCom strebe einen Marktanteil von 15 Prozent an. In seinem Businessplan rechnet Schmid "mit mehr als 100 DM monatlichem Umsatz pro Kunde".

Auch Werbung auf dem Handy sei künftig möglich. Wenn etwa Mc Donald's seine Produkte über ein UMTS-Handy anbiete, "dann könnten wir am Umsatz beteiligt sein, zum Beispiel an jedem Hamburger 20 Pfennig verdienen", so der MobilCom-Chef. Von der Konkurrenz anderer UMTS-Anbieter werde sich sein Unternehmen auch über den Preis absetzen. Schmid zum Stern: "Wir waren der Festnetz-Aldi, wir werden der UMTS-Aldi."


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