Kozmo.com verschiebt IPO
Angeblich befindet sich das Unternehmen auch in Übernahmeverhandlungen mit seinem schärfsten Konkurrenten Urbanfetch.com, der praktisch das gleiche Geschäftsmodell betreibt und deshalb auch schon von Kozmo.com gerichtlich belangt wurde.
Kozmo reduziert mit seinem Geschäftsmodell in Ballungsgebieten die vergleichsweise langen Lieferzeiten, die bei E-Katalogbestellungen anfallen, und will so mehr Anreize für den Online-Einkauf bieten. Die Produkte werden über Fahrrad- und Autokuriere ausgeliefert.
Der Börsenrückzieher wurde mit dem ungünstigen Marktumfeld begründet, dass schon viele Unternehmen in der letzten Zeit dazu bewegte, die hochtrabenden Börsenpläne erst einmal auf Eis zu legen. Der IPO sollte bis zu 150 Millionen Dollar in die Kassen von Kozmo spülen.
Jetzt wartet man aber nicht nur auf ein besseres Börsenklima, sondern auch darauf, dass das Unternehmen profitabler wird. Dazu gehören weitere Stellenstreichungen in New York, wo 30 bis 40 Mitarbeiter ihren Hut nehmen sollen. Kozmo teilte mit, dass eine neue Logistiksoftware so starke Effizienzsteigerungen mit sich brachte, dass man künftig mehr Kunden mit weniger Mitarbeitern bedienen kann.
Vorletzte Woche hatte das Unternehmen bereits 275 Mitarbeitern gekündigt, im Juni waren es 24. Seit letzter Woche ist auch San Diego in den Kreis der insgesamt elf abgedeckten Gebiete aufgenommen worden.
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