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MediaTV - Personal Video Recorder von Grundig

Technologie von Axcent, Gerät von Grundig. Gemeinsam wollen die Paderborner Axcent Media AG und die Grundig AG die europäische Fernsehwelt revolutionieren: Grundig wird den von Axcent entwickelten Personal Video Recorder (PVR) produzieren und unter eigenem Label europaweit vermarkten. Allerdings ist das Gerät auf die per Satellit ausgestrahlten digitalen FreeTV-Fernsehsender beschränkt, da es nur MPEG2-komprimierte Daten aus dem DVB-Strom verarbeiten kann.
/ Christian Klaß
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Der von Axcent unter dem Namen "MediaTV" entwickelte Personal Video Recorder soll den Fernsehzuschauer von den starren Vorgaben des Fernsehprogramms befreien. Das Gerät kombiniert die Funktionen eines digitalen Satelliten-Receivers und eines Videorekorders – der allerdings nicht mit Bändern, sondern einer 20-GB-Festplatte arbeitet.

Durch die Möglichkeit, parallel zeitversetzt aufzunehmen und wiederzugeben (Timeshift), wird der Zuschauer unabhängig von den Anfangszeiten. Außerdem stellt der PVR aus dem deutschsprachigen und sonstigen europäischen Angebot des digitalen FreeTV (z.B. über Astra oder Eutelsat) ein individuelles Fernsehprogramm zusammen.

Das Gerät sucht die Sendungen heraus, die der Nutzer als für ihn interessant eingestuft hat und zeichnet sie auf Wunsch automatisch auf Festplatte auf – über eine zweite Scart-Buchse können Lieblingsfilme dann auch per Videorekorder archiviert werden. Die kostenlosen Grundinformationen über das Fernsehprogramm erhält das Gerät automatisch per Satellit. Die "elektronische Programmzeitschrift" ist über ein Menü auf dem Fernsehschirm abrufbar. Axcent stellt die Programminformationen kostenfrei in regelmäßigen Abständen als digitalen Datendienst bereit.

Der Personal Video Recorder von Grundig soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2000 ab Oktober im Fachhandel erhältlich sein und soll laut Axcent knapp 2.000,- DM kosten.

Im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft wollen beide Unternehmen gemeinsam ihr Lösungs-Portfolio für die digitale Fernsehwelt weiterentwickeln und ausbauen.

Kommentar:
Der Preis von knapp unter 2.000,- DM erscheint, zumindest was die reine Hardware-Technik angeht, recht hoch. ATIs kommende All-in-Wonder-Radeon-Grafikkarte soll Ähnliches mit analogen Fernsehsendungen bereits für deutlich unter 1.000,- DM hinbekommen. Andererseits hat man dann eben auch einen surrenden Rechner neben dem Fernseher zu stehen, was manchen eher stören dürfte.


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