Bundesinnenministerium setzt auf Bytes statt Papier
Ausgesucht und zur Einführung empfohlen wurden Produkte der Firmen Compaq Computer GmbH, CSE Solutions, Siemens Business Services GmbH & Co OHG, DATA PEC Gesellschaft für Datenverarbeitung mbH, UNISYS Deutschland GmbH, Teamwork information management AG und Debis Systemhaus GEI.
Sie alle beruhen auf dem DOMEA-Konzept für ein "papierarmes Büro", das die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) im Bundesministerium des Innern entwickelt hat.
Das Konzept erlaubt eine stufenweise und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Institutionen angepasste Einführung digitaler Akten: angefangen bei der einfachen elektronischen Ablage bis hin zur vollständigen elektronischen Bearbeitung sämtlicher Vorgänge in einer Behörde.
Den Vertragsabschlüssen vorausgegangen waren eine europaweite Ausschreibung und ein Bewertungsverfahren, mit dem sichergestellt werden sollte, dass die ausgewählten Programme in Ablauforganisation und Leistungsumfang dem DOMEA-Konzept entsprechen. Von den ursprünglich 13 eingereichten Angeboten genügten sieben Hersteller den Anforderungen und erhielten Rahmenverträge.
Damit können die Behörden der Bundesverwaltung nun – ohne weitere Ausschreibungen und Erprobungsphasen – das für sie geeignete, von der KBSt zertifizierte Produkt wählen und beschaffen. Grundsätzlich können sich auch Länder- und Kommunalbehörden anschließen.