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EDV-Sicherheit: Mitarbeiter sind die größte Bedrohung

Studie: Zwei von drei EDV-Angriffen werden von Mitarbeitern ausgelöst. Immer häufiger werden die EDV-Systeme von Unternehmen nicht nur von außen, sondern auch von innen angegriffen. Mehr als jeder zweite aktive oder passive, sprich ungewollt ausgelöste Systemangriff geht auf das Konto eines Mitarbeiters. In den USA beträgt der Anteil der internen Anschläge nach einer Studie im Auftrag des Federal Bureau of Investigation (FBI) bereits 63 Prozent.
/ Andreas Donath
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Dies gilt nach Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung auch für Deutschland. Hier zu Lande gehen zwei von drei EDV-Angriffen von den eigenen Mitarbeitern aus. Die eigenen Mitarbeiter manipulieren demnach Datenbestände, lesen für Kollegen bestimmte E-Mails, stehlen Hard- oder Software, setzen bösartige Viren frei oder verkaufen sensible Daten an Wettbewerber.

Die eigenen und ehemalige Mitarbeiter sind im Computerzeitalter ein nicht zu unterschätzendes Risikopotenzial. Mögliche Gründe für Anschläge gegen den eigenen Arbeitgeber: Der Beschäftigte hat sich über Vorgesetzte oder Kollegen geärgert, ist unzufrieden mit Entlohnung oder Position.

In den Führungsetagen vieler Unternehmen herrsche dennoch Sorglosigkeit. Die Frage, ob es im vergangenen Jahr Angriffe auf das Rechnernetzwerk gegeben habe, konnten 12 Prozent der Unternehmen nicht eindeutig beantworten. Sieben von zehn Befragten bestätigten hingegen, dass ihr EDV-System attackiert worden ist. Und nur 16 Prozent verneinten die Frage.


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