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Lehrer kritisieren Forderung nach Schüler-Laptops

Bulmahn überschätze schulische Bedeutung des Computers

Als "Profilierungs-Fingerübung" hat der Deutsche Lehrerverband die Forderung von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bewertet, bis zum Jahr 2006 solle jeder Schüler seinen eigenen Laptop haben.

Artikel veröffentlicht am ,

Konkret hält Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Frau Bulmahn vor, dass sie mit dieser "technizistischen Bildungsperspektive einer milliardenschweren Fehlinvestition das Wort rede, anstatt Vorschläge zur Sicherung der Personalversorgung der Schulen zu machen."

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Der Computer würde in seiner Bedeutung für die Schulen überschätzt. Auch in Zukunft werde es keinen Nürnberger Trichter geben, auch keinen elektronischen, so Kraus.

"Schule wird immer zum Großteil über die Kommunikation Lehrer-Schüler und über Printmedien stattfinden. Deshalb wird das Lehrer-Schüler-Gespräch im Zentrum schulischen Lernens bleiben."

Die Einführung in das Internet, die Einspielung der Aufnahmen eines Wettersatelliten in den Erdkundeunterricht oder die Computersimulation eines Experiments im Chemieunterricht - all dies ist für Schule selbstverständlich und in nichts revolutionär. Dafür reiche es, wenn etwa eine allgemeinbildende Schule für rund fünf bis zehn Prozent der Schüler einen Computerarbeitsplatz hat.

Es sei aber schwer nachvollziehbar, worin der Vorzug einer vernetzten Schule liegen soll, wenn man das meiste, was das Internet dem Schüler einer allgemeinbildenden Schule an Sinnvollem bietet, in einem Buch nachschlagen kann. Schließlich wird sich derjenige, der sich in einem Buch oder in einer Bibliothek nicht zurecht findet, auch im Internet nicht zurecht finden. Ansonsten harren ganz andere Probleme einer Lösung durch die Schulpolitik: Nicht das Just-in-time- und Download-Häppchen-Wissen, sondern verlässliche Inhalte sind wichtig. Deshalb sollten sich die Schulen eine Inhalts- und eine Kanon-Debatte zumuten und sich nicht einer totalen Computerisierung ausliefern, so der Lehrerverband.

Man solle erst einmal differenziert definieren, für welchen Zweck ein Grundschüler, ein Schüler einer weiterführenden Schule und ein Schüler einer berufsbildenden Schule einen Laptop brauchen kann. Allein bei dieser Unterscheidung werde sich herausstellen, dass die Erfordernisse einer gewerblichen oder kaufmännischen Berufsschule ganz andere seien als die einer Grundschule, so Kraus weiter.

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