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"Anschluss statt Ausschluss" - IT in der Bildung

Bulmahn stellt Handlungskonzept "Informationstechnik in der Bildung" vor. Auf einer Pressekonferenz in Berlin stellte heute Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn das Handlungskonzept "IT in der Bildung" vor, das eines der zentralen Elemente zur Realisierung und strategischen Fortentwicklung des Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" darstellen soll. Zugleich ist dies der Beitrag des BMBF zur Umsetzung des Aktionsplans der Europäischen Union im Rahmen der Initiative eEurope.
/ Jens Ihlenfeld
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Deutschlands Bildungssystem müsse Lernenden und Lehrenden Schlüsselkompetenzen vermitteln, eine soziale Ausgrenzung angesichts steigender und neuer Qualifikationsanforderungen verhindern, individuelle Begabungen unterstützen, qualitätsgesichert und dienstleistungsorientiert sowie international ausgerichtet sein, so die im vorgestellten Papier formulierten grundsätzlichen Ansprüche.

Dabei müsse aber vor allem der Umgang und die effiziente Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) durch Lehrende und Lernende selbstverständlich, die für die Berufsausübung immer wichtiger werdenden IT-Kompetenzen in Breite vermittelt und eine Basis für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen am Nutzen der Neuen Medien geschaffen werden.

Will die Schule auf die Artbeitswelt vorbereiten, so "muss das Lernen mit Hilfe von PC und Internet zum Normalfall im Unterricht werden", so die Forderungen des Handlungskonzepts. Dazu setzt die Bundesregierung auf drei Säulen:

  • Infrastruktur, d.h. Zugang zu PC und Internet in den Schulen
  • Kompetenz: IT-Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer
  • Inhalte: Förderung hochwertiger Lehr- und Lernsoftware

Da aber mit der Anbindung der Schulen ans Internet die Bedürfnisse der Schule in Sachen IT steigen werden, setzt die Bundesregierung hier auf private Initiativen, denn eine angemessene, flächendeckende Ausstattung der Schulen sei ohne privates Engagement kaum realisierbar. Daher will die Bundesregierung das Sponsoring aus der Wirtschaft wecken und stärken. Zudem wollen Bund, Länder und die Initiative D21 gemeinsam ein öffentliches, von Bund und Ländern getragenes Bildungsportal, den Deutschen Bildungsserver, aufbauen. Damit soll für die Bildungseinrichtungen in Deutschland eine leichtere Orientierung außerhalb der kommerziellen Angebote möglich sein.

Im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung steht eine Modernisierung der Ausbildungsordnungen, die Schaffung von Ausbildungsplätzen, die Qualifizierung von Ausbilderinnen und Ausbildern sowie die Entwicklung und Umsetzung von Weiterbildungskonzepten unter Einsatz der Neuen Medien im Vordergrund.

Außerdem will die Bundesregierung die breite Nutzung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und die konsequente Einbeziehung elektronisch und multimedial angebotener Informationen in der Hochschulforschung und Hochschullehre erreichen. Die Hochschulen seien nicht nur Nutzer und zu Teilen Entwicklungsstätten der Informations- und Kommunikationstechnologien, ihnen komme auch die Aufgabe der Vermittlung von IT-Kompetenz in allen Fächern, vor allem bei der Ausbildung von IT-Fachkräften, zu.


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