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Spieletest: X-Tension - Erweiterung zu X-Beyond the Frontier

Wieder zurück im X-Universum... Vor ca. einem Jahr konnte man in "X - Beyond the Frontier" das erste Mal am PC ins "X"-Universum reisen. Mit einem Raumschiff flog man von Sektor zu Sektor, handelte, rüstete auf, besiegte die bösen Xenon, aber suchte vor allem einen Weg zurück zur Erde. Die Fortsetzung dazu ist nun da und heißt "X-tension".
/ Christian Klaß
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Sie knüpft genau am Ende der Grundversion an: Der Rückweg wurde nicht gefunden und die Technik ließ den Piloten von der Erde auch im Stich. Während die mit ihm befreundeten Völker sein Sprungschiff zerlegen, um die Funktionsweise und die Ursache der Fehlfunktion zu erforschen, macht er sich mit einem von den Argonen spendierten Schiff auf, um weiter das "X"-Universum zu erforschen.

Wie in dem Vorgänger heißt es für den Spieler nach dem Spielstart erst einmal Geld verdienen. Das zur Verfügung stehende Schiff ist zwar nicht so minderbestückt wie einst das andere, aber nicht in der Lage, auch nur ansatzweise als Kampfschiff zu bestehen. Wer nun alte Handelsrouten bemühen möchte, kann dies gerne tun, denn das Spiel-Universum hat sich nicht verändert, was die schon im 1. Teil vorhandenen Systeme betrifft. Es wurde aber um einige zusätzliche Sektoren erweitert, die es zu entdecken gilt. Diese und die vorhandenen brauchen auch nicht mehr selbst kartografiert zu werden, denn eine der Neuerungen ist eine selbstschreibende Galaxiekarte. Diese dient aber nicht nur zur Wegfindung. Mit ihr ist es auch später im Spiel möglich, die eigenen Fabriken aus der Ferne zu managen.

X-tension strotzt vor Neuerungen, die man schon gern im ersten Teil gehabt hätte: So kann man sich, genug Credits vorausgesetzt, ein neues Schiff kaufen. Oder man kapert sich einfach eines. X-Tension bietet hier viele neue Möglichkeiten. Eines bietet es aber nicht, nämlich eine Fortführung der Handlung. Diese wurde ersetzt durch eine Anzahl von Missionen unterschiedlichsten Inhalts, die man immer wieder mal von den verschiedenen Rassen angeboten bekommt. Das ersetzt zwar keine spannende Story, aber dem Spieler ist so mehr Handlungsspielraum gegeben.

Grafisch hat sich auch einiges getan: Sämtliche Objekte, vor allem die Stationen und die Tore, wurden grafisch verfeinert und sehen jetzt noch ansprechender aus. An Musik und Sound ist dagegen nur wenig neu... sie waren jedoch schon im ersten Teil recht gut.

Der Spielepackung liegt übrigens ein recht ordentlicher Roman bei, der die Geschehnisse aus dem ersten Spiel recht spannend wiedergibt und Science-Fiction-Fans durchaus unterhalten kann.

Fazit:
Das Fazit hätte ein rundum gutes werden können, wären da nicht Probleme mit der Spielbarkeit von "X-tension". Viele, die sich die Spiel-Erweiterung gleich nach Erscheinen gekauft haben, werden den Eindruck nicht los, eine Beta-Version erstanden zu haben, wie man im Forum auf den Webseiten von "X-tension" nachlesen kann. Zu viele Fehler stecken im Spiel, das selbst auf schnellen PCs im Zeitraffermodus unerträglich ruckelt. Mit den recht verbreiteten Voodoo-Grafikkarten scheint es zudem nicht klarzukommen: Abstürze und andere unschöne Ereignisse sorgen für Unmut. Hier kann der Rat nur lauten: Sofort nach der Installation den verfügbaren Patch installieren, den Ego-Soft zum Download anbietet. Mit diesem erst hat man ein vernünftig spielbares Spiel vor sich, das Spaß macht. [Von Frederic Daguenet]


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