Studie: T-Commerce oder der Fernseher als Absatzkanal
Unter T-Commerce werden dabei sämtliche Umsätze zusammengefasst, die über den Fernseher als Distributions- und Vermarktungsmedium realisiert werden. Dazu zählen Pay-TV-Abonnements, Interactive Pay-per-View (Near Video on Demand), Video-on-Demand, Teleshopping, 0190er-Service-Nummern, Merchandising, Walled-Garden-Angebote (Internet-ähnliche Inhalte mit begrenzter Anbieterzahl) und Provisionen (aus vermittelten Verkäufen).
Ein "Walled Garden" versammelt laut Goldhammer neben Informations- und Entertainment-Inhalten auf einer Plattform Home Shopping und Home Banking, Music-on-Demand, Games-on-Demand und Gaming (Lotto, Toto, Predewetten etc.) sowie weitere proprietäre Dienste. Allerdings prognostizieren die Medienforscher bei Goldhammer, dass die Walled-Garden-Angebote erst ab 2002 das Bouquet der Pay-TV-Anbieter erweitern werden.
T-Commerce biete die Chance, mit interaktiven TV-Inhalten und -Diensten neue Erlöspotenziale zu erschließen, während die klassischen TV-Werbeeinnahmen stagnieren. Sowohl klassische TV-Unternehmen (Content-Provider, Free-TV-, Pay-TV-Sender und Netzbetreiber) als auch Akteure aus dem Bereich Versand- und Einzelhandel sowie Finanzdienstleister sollen durch T-Commerce signifikante Umsatzzuwächse generieren, so die Auguren.
So sollen die T-Commerce-Umsätze in fünf Jahren von 3 Milliarden DM in 2000 um 177 Prozent auf 8,2 Milliarden DM wachsen und in fünf Jahren bereits 65 Prozent der Fernsehwerbeeinnahmen ausmachen. Die stärkste Einnahmequelle bilde dabei weiterhin Pay-TV, das auch 2005 über 3,1 Milliarden DM Einnahmen generieren soll. Walled-Garden-Angebote entwickeln sich hinter Pay-TV und Teleshopping zur drittstärksten Umsatzquelle und sollen 2005 bereits 800 Millionen DM Umsatz generieren.
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