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Studie zum elektronischen Geschäftsverkehr in Deutschland

Bundeswirtschaftminister Müller: Große Reserven für E-Commerce in Deutschland. Die Nutzung des elektronischen Geschäftsverkehrs in deutschen Betrieben breitet sich zwar in hohem Tempo aus, dennoch hat Deutschland noch einen weiten Weg vor sich, um vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen zu umfassenden E-Commerce-Nutzern zu machen.
/ Andreas Donath
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Dies ist das Ergebnis einer Studie der "empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung mbH" Bonn für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die jetzt vorliegt.

Ziel der Studie war es, durch Befragung von insgesamt 3.117 Unternehmen und ca. 5.000 Privathaushalten die Verbreitung von E-Commerce in Deutschland im Vergleich mit fünf weiteren europäischen Ländern und den USA zu ermitteln. Danach haben zwei Drittel der 500 befragten deutschen Unternehmen einen Zugang zum Internet, fast 50 Prozent sind mit einer eigenen Website im Internet präsent. Mehr als ein Viertel der Betriebe kauft online ein, 14 Prozent vertreiben ihre Produkte online.

Kleine und mittlere Unternehmen sehen allerdings vielfach noch keinen Nutzen im E-Commerce oder fühlen sich davon nicht betroffen. In Finnland, den USA, teilweise auch in Großbritannien und den Niederlanden haben dagegen Internet und E-Commerce auch die kleineren Betriebe schon umfassender erreicht. Deutsche KMU liegen eher im unteren Mittelfeld, während größere Unternehmen durchaus mit den europäischen Vorreitern mithalten können.

Die Studie kommt im Wesentlichen zu dem Ergebnis, dass neue Informations- und Kommunikationstechniken (E-Mail, Internet, Intranet, Videokonferenzen, Call-Center) umso stärker angewandt werden, je höher die Beschäftigtenzahl eines Unternehmens ist und dass im Vergleich der Wirtschaftssektoren kaum größere Differenzen zu erkennen sind.

KMU im ländlichen Raum weisen eine deutlich niedrigere Nutzungsrate auf als Wettbewerber an städtischen Standorten, und ostdeutsche Betriebe hinken bei Online-Präsenz und – Vertrieb deutlich hinter westdeutschen Betrieben hinterher.

Deutsche Privathaushalte sind im Ländervergleich überdurchschnittlich gut mit PCs ausgestattet. Jedoch können nur 30 Prozent damit auch elektronisch einkaufen (Finnland 53 Prozent, Großbritannien 43 Prozent).

In einem Ländervergleich stellt "empirica" für Deutschland eine auffallend große Diskrepanz zwischen Potenzial einerseits und Nutzung von E-Commerce in Betrieben und Haushalten andererseits fest. Bei den mittelfristigen potenziellen Möglichkeiten liegt Deutschland knapp hinter den USA und den Niederlanden auf dem dritten Rang, bei der gegenwärtigen Nutzung aber nur mit erheblichem Rückstand an fünfter Stelle.

Bundeswirtschaftminister Müller: "Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Notwendigkeit und die Richtigkeit der Ziele des Aktionsprogramms der Bundesregierung 'Innovation und Arbeitsplätze für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts'. Insbesondere mit der Förderung regionaler Kompetenzzentren für den elektronischen Geschäftsverkehr, der Unterstützung von Modellvorhaben zum E-Commerce und dem Deutschen Internet-Preis liegen wir genau richtig. Diese Maßnahmen richten sich besonders an die kleinen und mittleren Unternehmen, die, wie die Studie zeigt, noch erheblichen Nachholbedarf haben."

Nur wer E-Commerce als Chance begreift und akzeptiert, so der Minister, werde sich dauerhaft am Markt behaupten.

Eine Kurzfassung der Studie und die in Form eines Tabellenbandes zusammengefassten Daten und Fakten zur Nutzung von E-Commerce sind im Internet in Form von PDF-Dateien abrufbar.


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