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Volle Auftragsbücher: Siemens freut sich über Handy-Boom

Fertigungskapazitäten werden ausgebaut. Die Sparte Mobile des Siemens-Konzerns setzt mit einer gezielten Fertigungs- und Marketingoffensive ihren Erfolgskurs fort. Die Nachfrage nach der neuen Produktfamilie 35 übertrifft die internen Planungen und trotz momentaner Engpässe bei der Komponentenzulieferung soll im kommenden Geschäftsjahr das Volumen erneut mehr als zu verdoppelt werden.
/ Andreas Donath
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"Unsere Produktivität, die richtige Produktpolitik sowie ein umfassendes Marketingkonzept sichern unsere ehrgeizigen Umsatz- und Ertragsziele", so Rudi Lamprecht, Vorsitzender des Bereichsvorstands. Innerhalb von zwei bis drei Jahren will Siemens seinen Anteil am Weltmarkt signifikant steigern und zu einem der drei größten Anbieter werden.

Im Rahmen der Fertigungsoffensive haben sich die Produktionsstandorte Kamp-Lintfort, Bocholt, Leipzig und Shanghai zu einem Fertigungsverbund zusammengeschlossen. In allen Werken können sämtliche Mobiltelefon-Modelle produziert werden.

Mit dem Auftragsfertiger Flextronics wurde gerade ein Vertrag mit dreijähriger Laufzeit zur Fertigung von rund 33 Millionen Mobiltelefonen abgeschlossen. Der Anteil der Fremdfertigung soll in Zukunft noch erhöht werden und gleichzeitig werden auch die Kapazitäten der eigenen Werke stark ausgebaut.

Allein in Asien will Siemens mobile in den nächsten drei Jahren rund 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau des Geschäfts investieren, davon 500 Millionen Euro ins Marketing. Der Kernmarkt wird dabei China sein, wo Siemens von seiner starken Marke besonders profitiert. Der Markteintritt in den USA ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (ICM) umfasst seit der Gründung am 1. April 2000 neben den Mobiltelefonen auch das Geschäft mit Mobilfunkinfrastruktur: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober 1999 bis 30. Juni 2000) konnte ICM das EBIT auf 720 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 122 Millionen Euro).

Damit ist Siemens mobile neben Infineon der größte Ertragsbringer des Konzerns. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum um 66 Prozent von 3,6 Milliarden Euro auf 6,0 Milliarden Euro, der Auftragseingang von 4,0 auf 7,6 Milliarden Euro (+ 90 Prozent). Siemens mobile gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Siemens-Bereichen.


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