EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Microsoft

Diskriminierende Lizenzvergabe und Verweigerung von Software-Informationen

Die Europäische Kommission hat auf Initiative des für Wettbewerb zuständigen Kommissionsmitglieds Mario Monti entschieden, ein formelles Prüfverfahren gegen Microsoft zu eröffnen, da das Unternehmen angeblich seine marktbeherrschende Stellung bei PC-Betriebssystemen ausnutzt, um diese Position auch auf den Markt für Server-Software auszuweiten.

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Grund für die Verfahrenseröffnung mittels der an Microsoft adressierten so genannten Beschwerdepunkte durch die Kommission, ist die Beschwerde von Sun Microsystems, Microsoft habe durch diskriminierende Lizenzvergabe und Verweigerung grundsätzlicher Informationen über das Windows-Betriebssystem gegen die Wettbewerbsvorschriften der Europäischen Union verstoßen.

Microsoft habe bei den PC-Betriebssystemen einen Marktanteil von rund 95 Prozent und beherrsche somit praktisch unbestritten den Markt, resümmiert die Kommission. Die meisten PCs sind heutzutage über Server in Netzwerken miteinander verbunden. Die Interoperabilität, d.h. die Möglichkeit, über den PC mit dem Server zu kommunizieren, bildet die Grundlage der Netzwerk-Informatik.

"Die Interoperabilität ist jedoch nur dann gegeben, wenn die auf dem Server bzw. auf dem PC installierten Betriebssysteme über Links oder so genannte Schnittstellen (Interfaces) miteinander kommunizieren können", so die EU-Kommission in einer Pressemitteilung. Damit die Wettbewerber von Microsoft Server-Betriebssysteme entwickeln können, die mit der vorherrschenden Windows-Software für PCs kommunizieren können, müssten die Interface-Informationen, d.h. technische Informationen und sogar bestimmte Teile des Windows-Quellcodes, bekannt sein.

"Ohne interoperable Software und auf Grund der überwältigenden Dominanz von Microsoft auf dem Markt für PC-Betriebssysteme müssen die mit Windows-Betriebssystemen ausgerüsteten Computer de facto Windows-Server-Software verwenden, wenn sie eine vollkommene Interoperabilität erreichen wollen", so die Meinung der Kommission.

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