Toshiba entwickelt TFT LCDs mit integriertem SRAM-Speicher
Toshibas SRAM-Integrationstechnologie bettet mehrere SRAM-Zellen in jeden RGB-Punkt des LCD-Arrays, um die höhere Elektronenmobilität der verwendeten Low-Temperature-Poly-Silicon-(LTPS-)TFT-LCD-Technologie nutzen zu können. Das Glas-Substrat in LTPS-TFT-Displays erlaubt einen wesentlich schnelleren Elektronenfluss als herkömmliche TFT-LCD-Technologien. Außerdem erlaubt es, die LCD-Ansteuerungs-Elektronik direkt platzsparend ins Display zu integrieren.
Die SRAM-Zellen können je ein Datenbit pro RGB halten, was es erlaubt, statische Bildinformation mit bis zu acht Farben direkt im Display zu speichern, ohne dass dieses für die Darstellung ständig aktualisiert werden bzw. auf die peripheren Schaltkreise zugreifen muss. Damit können statische Bildinhalte, wie z.B. Textinformationen (E-Mails, SMS, WAP-Inhalte etc.) und auch achtfarbige Fotos wesentlich stromsparender dargestellt werden. Bei normalem Betrieb kann das Display 16 Graustufen und 4.096 verschiedene Farben pro Bildpunkt ansteuern.
Laut Toshiba soll dank des SRAMs ein um bis zu 50 Prozent geringerer Stromverbrauch im Stand-by-Modus möglich sein, was die durchschnittliche Stand-by-Zeit eines Mobiltelefons um 23 Prozent verbessern würde. Das Display soll bei Darstellung eines achtfarbigen unbewegten Bildes weniger als 1,3 Milliwatt (mW) betragen.
Toshiba will die neue Display-Technologie vorerst nur für Mobiltelefone umsetzen, später aber auch in größeren LTPS-LCDs, z.B. für Handhelds, Notebooks und Desktop-Displays integrieren.