IDC: Drahtloses Instant-Messaging mit Problemen behaftet
"Die Netzbetreiber haben immer noch ein großes Stück Arbeit vor sich, wenn sie die Lebensfähigkeit des drahtlosen Instant-Messaging stärken wollen", sagte Callie Nelsen, Senior Analyst bei IDCs Wireless and Mobile Communications Research Program. "Interoperabilität wird der Schlüssel zu seinem Erfolg sein. Die Begrenzung von Instant-Messaging auf die Abonnenten nur eines Dienstes wird Nutzern wahrscheinlich nicht viel wert sein und ihre Loyalität kaum steigern."
Deshalb sei eine Kooperation der Netzbetreiber wesentlich sinnvoller, in deren Rahmen Universal Instant-Messaging angeboten würde. In diesem Zusammenhang erwähnt IDC die Instant-Messaging-Grabenkämpfe zwischen Microsoft und AOL, die auch ihr Positives hätten: Sie wecken Interesse für das Thema Instant-Messaging und machen es bekannter. Das würde die Netzbetreiber jedoch nicht aus der Verpflichtung entlassen, mehr über die Möglichkeiten der schnellen Übertragung von Textnachrichten zwischen mehr oder weniger mobilen Endgeräten zu informieren.
Derzeit seien jedoch noch zu viele Knöpfe zu drücken, um die Masse der Menschen dafür zu interessieren. Neue Eingabetechnologien und vorgefertigte Antworten könnten dieses Problem beseitigen.
IDC glaubt, dass der Markt für drahtloses Instant-Messaging bereit für die gestellten Herausforderungen ist und dass er deutlich wachsen wird. "Die Probleme sind nicht unüberwindbar", meint Nelsen.
Zumindest das Problem mit den fehlenden Standards dürfte sich bald in Luft auflösen: Einige Unternehmen, darunter Microsoft und Yahoo, arbeiten bereits gemeinsam an einer Instant-Messaging-Schnittstelle, die Ende des Jahres eingeführt werden soll. Allein AOL scheint sich noch zu zieren und will den kommenden Standard offenbar nicht unterstützen...
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