Elektronisches Urkundenarchiv für Österreichs Notare
Siemens baut mit ausfallsicheren, zentralen Servern und einem Rechnernetzwerk zwischen den Beteiligten hierfür die Infrastruktur auf. Außerdem ist das Unternehmen für das Sicherheitskonzept, für das eigens eine Software entwickelt wurde, das Netzwerkmanagement und die Hotline verantwortlich.
Die Verwahrung der Dokumente, an die naturgemäß hohe Sicherheitsanforderungen gestellt werden, erfolgt an voneinander getrennten Standorten und soll durch Verschlüsselung und digitale Signatur gesichert werden.
Weder die Notariatskammer noch die Mitarbeiter des beauftragten Rechenzentrums haben Zugriff auf die Daten – nur der Notar oder berechtigte Dritte, die sich durch Chipkarten mit elektronischen Zertifikaten ausweisen müssen.
Künftig könnten für die Bürger damit zeitraubende Amtswege entfallen. Anstatt die übliche Urkundenabschrift zu verschicken, greift der Notar zum elektronischen Dokument und sendet es verschlüsselt und mit einer elektronischen Unterschrift versehen an die zuständige Behörde. Mussten etwa für einen Immobilienkauf die notwendigen Urkunden in Österreich an bis zu sechs Instanzen geleitet werden, ist die Abwicklung nun online wesentlich schneller möglich.
Künftig könnte sich ausgehend vom Urkundenarchiv auch eine "Dokumenten-Box" für jeden Bürger entwickeln, in der die standesamtlichen Papiere wie Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweise oder Zeugnisse elektronisch enthalten sind und die sich sich zentral abrufen lässt.
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