Neues Computervirus ACAD.Star befällt AutoCad

Profisoftware von Autodesk durch Visual-Basic-Virus in Gefahr

Der Antiviren-Softwarehersteller Kaspersky Lab hat das erste Computer-Virus entdeckt, welches das PC-basierte Design-Programm AutoCAD infizieren kann. Das Virus ACAD.Star wurde erstmals am 18. Juli im Internet veröffentlicht.

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Ein Hacker, der unter dem Pseudonym AntiState auftritt, hat ACAD.Star auf seiner Website veröffentlicht, die der Virenentwicklung gewidmet ist. Zur Zeit gibt es nach Angaben Kasperskys aber noch keine Hinweise auf eine Verbreitung im Internet.

Die Autodesk-Software AutoCAD ist mit einer VBA Engine von Microsoft ausgestattet und wird weltweit vor allem in den Bereichen Architektur, Design, Maschinenbau sowie bei der Entwicklung von Filmen und Computerspielen eingesetzt. Es ist für Makro-Viren dieser Art anfällig geworden, nachdem der Hersteller als Engine die neue Makro-Programmiersprache Virtual Basic for Applications (VBA) von Microsoft in die Software implementiert hat.

Die meisten Makro-Viren, welche 70 Prozent des Virenbefalls ausmachen, sind genau in dieser Programmiersprache geschrieben.

ACAD.Star ist ein nach Angaben der Virenforscher äußerst primitives Makrovirus mit einer Größe von 568 Bytes. In VBA Makrosprache geschrieben, ist es lediglich in der Lage, Systeme zu beeinflussen, auf denen AutoCAD in der Version 2000 installiert wurde.

Die Primitivität zeigt sich vor allem in seiner Funktionalität. Dem Autor des Virus sind einige schwerwiegende Fehler unterlaufen, welche die Gefährlichkeit des Virus stark reduziert haben. Beispielsweise wurde dem Virus die Fähigkeit genommen, sich unter normalen Betriebsbedingungen zu vermehren.

Kaspersky Lab hat für sein Produkt AVP Antivirus bereits ein Update seiner Antiviren-Datenbank im Internet bereitgestellt.

Andere Hersteller dürften wie üblich bald folgen.

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