Pilotprojekt "tick.et" erfolgreich abgeschlossen

Chipkarten als elektronische Fahrscheine in Berlin getestet

Motorola hat auf dem Smart Card Forum in Schaumburg/USA den erfolgreichen Abschluss des Smart-Card-Pilotprojekts in Berlin bekannt gegeben. Motorola und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bezeichneten das Projekt als großen Erfolg für Berlin und den Öffentlichen Nahverkehr.

Artikel veröffentlicht am ,

In dem halbjährigen Feldversuch testeten rund 27.000 Personen, die von der BVG ausgewählt wurden, seit 1. Oktober 1999 das elektronische Fahrausweissystem "tick.et" im Testgebiet. Erstmalig in Deutschland konnte der elektronische Fahrschein für die Benutzung von U-Bahnen-, S-Bahn- und Buslinien eingesetzt werden.

Die Testpersonen konnten das System auf Herz und Nieren prüfen, wobei es vor allem auf die Kommunikation zwischen Chip und Start- bzw. Stopbox und der Leitstelle ankommt, denn bei jedem Kontakt wird der Fahrpreis virtuell von der Karte abgezogen, bis sie leer ist und neu aufgeladen werden muss.

Nach den guten Erfahrungen mit dem Pilotprojekt soll in und um Berlin bis Ende 2002 ein multifunktionales Ticketing-System errichtet werden, das neue Tarifmodelle ermöglichen soll. So können zum Beispiel zeit- und entfernungsabhängige Tarife eingeführt werden, was die zur Zeit nur zeitbeschränkten Tickets auf Kurzstrecken billiger, auf längeren Strecken aber auch teuerer als das bisherige Modell machen könnte.

Zur Zeit errichtet Motorola an der Technischen Universität Berlin das CampusCard-System, mit dem Angebote der Universität und des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) auf einer Chipkarte vereint werden können.

"Es ist äußerst wichtig, dass ein multifunktionales Ticketing-System im gesamten Verkehrsverbund eingeführt wird", erläutert Peer Giesecke, Aufsichtsratsvorsitzender des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg. "Die Möglichkeit, die Karte für verschiedene Zwecke einzusetzen, beispielsweise für bargeldlose Zahlungen, als Bonuskarte, Informationsquelle oder zum Parken, wird neue Anreize schaffen, nur eine, multifunktionale Karte dabei zu haben."

Kommentar:
Neben den offensichtlichen Vorteilen wie dem genauen Fahrpreis, der Analyse der optimalen Zugfolge und dem tatsächlichen Bedarf an Transportkapazität stimmen Werbeslogans wie "Wir wissen wo Sie arbeiten", mit denen ein anderes Unternehmen die tick.et-Automaten zeitweise gepflastert hatte, doch eher nachdenklich ...

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /