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Studie: UMTS ist unabdingbar - "Buy or bye-bye"

Studie von Ericsson Consulting stellt fünf Thesen auf

Deutsche Unternehmen sehen den Endkunden im Mittelpunkt des Geschäfts der neuen Generation des Mobilfunks: 84 Prozent der befragten Großunternehmen erwarten Geschäfte mit mobilen Endkunden als wichtigste UMTS-Anwendung. Dies geht aus einer Marktstudie über das kommende Universelle Mobiltelekommunikationssystem UMTS hervor, die das Unternehmen Ericsson Consulting jetzt vorgestellt hat. Eine zusätzliche Befragung von Endkunden ergab, dass Werbung aufs Mobiltelefon unter bestimmten Bedingungen akzeptiert wird.

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Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass Ericsson als einer der größten Anbieter von Equipment für Mobilfunknetzbetreiber besonders vom Aufbau der neuen UMTS-Netze profitieren dürfte.

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Bei der Vorstellung der Studie formulierte Andreas Wild, Geschäftsführer der Ericsson Consulting GmbH in Düsseldorf, fünf Thesen zu UMTS:

  1. UMTS ist keine Option für Netzbetreiber sondern eine Notwendigkeit ("Buy or bye-bye").
  2. UMTS-Lizenzinhaber dominieren die Entwicklung neuer Wertschöpfungsmodelle ("Earn more or churn more").
  3. Nur attraktive Anwendungen und Dienste füllen die UMTS-Bitpipe mit Daten ("Smart Bytes").
  4. Der UMTS-Roll-out wird schnell geschehen ("Need for speed").
  5. Nur wer rasch lernt, gewinnt ("Plan to learn - act to win").
Die Thesen ergeben sich als Schlussfolgerung aus der UMTS-Studie von Ericsson und sind in einem Thesenpapier begründet.

Zwar ließen sich die heutigen Mobilfunkfrequenzen, insbesondere die im 1800-MHz-Frequenzband, noch einige Jahre nutzen, doch die Übertragungskapazität wird mit zunehmendem Sprach- und vor allem Datenverkehr bald zu eng werden, so Wild. "Nur UMTS-Frequenzen sichern diese entscheidende Ressource für die Zukunft. Zudem streben Netzbetreiber eine deutliche internationale Präsenz mit großer Kundenbasis, starker Einkaufsmacht für Dienstleistungen und einheitlicher Übertragungstechnik an: Ein Trend, dem sich kein Anbieter entziehen kann.".

Wenn sich nun mit UMTS die Wertschöpfung im Mobilfunk von reiner Sprachvermittlung hin zu Datendiensten verschiebe, so werde deren Inhalt entscheidend für ihren Wert. Der Mehrwert liege nicht in der bloßen Datengeschwindigkeit, sondern in der Information, die dem Kunden mit den Daten geboten wird. Die UMTS-Betreiber verfügen über wichtige Kundendaten wie Rechnungsdaten, Rufnummer, ggf. Aufenthaltsort und den Typ seines Endgeräts. Der Dienstleister benötigt diese Information, um seine Angebote auf den individuellen Kunden zuzuschneiden und diese anschließend über den UMTS-Betreiber an den Kunden zu senden. Der Netzbetreiber steht damit an der entscheidenden "Mautstelle". Mehrwert führt zu mehr Gewinn ("earn more") und verhindert Kundenverlust ("churn"), so Wild weiter.

Er erwartet weiter, dass UMTS vielfältige neue Geschäftsmöglichkeiten, besonders bei neuen, mobilen Anwendungen mit sich bringe. Geschäftsstrategien müssen überdacht oder erneuert werden, um an der neuen Wertschöpfung teilzunehmen. Das Geschäft werde komplex, vielseitig und nicht mehr von einem allein handhabbar. Partnerschaften und Kooperationen seien nötig.



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