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Spieletest: Shogun Total War - Asiatische Kriegskunst

3D-Echtzeit gepaart mit Rundenstrategie im mittelalterlichen Japan

Schon viele Kulturen mussten für die Spielergemeinde herhalten und willenlos auf Gedeih und Verderb der Maus hinterherlaufen. Seien es nun Völker aus der Steinzeit, Azteken, die zukünftige Menschheit oder Roboterarmeen. Dank Electronic Arts dürfen nun die alten Japaner ihre Ehre auf dem Schlachtfeld und in der Diplomatie unter Beweis stellen.

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Shogun
Shogun
Es ist wohl das dunkelste Zeitalter im Reich der aufgehenden Sonne. Im 16. Jahrhundert kämpfen sieben Clans um die Vorherrschaft auf den japanischen Inseln. Der Spieler vertritt als Daimyo, also als feudaler Territorialfürst, einen Clan mit dem Ziel, selbst Shogun zu werden. Dafür ist strategisches Geschick genauso wichtig wie die Kunst der Diplomatie und eine gewisse Portion Arglist. Allerdings beschränkt sich die Diplomatie auf das Angebot von Bündnissen und Attentaten auf verfeindete Generäle.

Screenshot #1
Screenshot #1
Die meiste Zeit verbringt der Spieler im Thronsaal über einer strategischen Karte. Hier wird in den einzelnen Provinzen die Produktion von Gebäuden und Einheiten gesteuert, Armeen in Form von Spielsteinen versetzt sowie Unterhändlern, Spionen und Ninjas ihr Einsatzbefehl gegeben. Als zeitliche Grundlage zählen die vier Jahreszeiten, weil die Entwickler das 16. Jahrhundert detailgetreu nachempfunden haben wollten. So dauert es drei Monate, um ein Samuraiheer aus 60 Mann zusammenzustellen. Berittene Truppen brauchen gar doppelt so lang und Gebäude nehmen je nach technologischem Fortschritt ein bis vier Jahre in Anspruch. Auf diese Weise lässt sich eine verlässliche und zeitlich gut abgestimmte Strategie aufbauen. Außerdem haben die Jahreszeiten auch auf die Kämpfe einen nicht zu verachtenden Einfluss.

Screenshot #2
Screenshot #2
Kommt es zu einem Gefecht Mann gegen Mann, kann im Falle eines selbst geführten Angriffs der Tag gewählt werden. Schon so können Schlachten entschieden werden, denn die Witterung beeinflusst die Moral und Kampffertigkeiten der Soldaten. Hat man zum Beispiel die Armee des Gegners zuvor ausspioniert und weiß, dass sie überwiegend aus Bogenschützen besteht, sollte man bei Regen angreifen, da einerseits die Sicht eingeschränkt wird und durch nasse Sehnen die Reichweite der Bögen auf wenige Meter sinken kann. Von einem Angriff im Winter ist abzuraten, weil die Männer schnell ermüden, die Tage kurz sind und alle Kämpfe vor Anbruch der Dunkelheit beendet sein müssen.

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