Endlich fertig: Microsoft Internet Explorer 5.5
"Eines unserer Kernziele bei der Entwicklung war es, den Leuten zu erlauben, echte Lösungen zu entwickeln, die über das Internet laufen. Die Entwicklergemeinde betrachtete den Internet Explorer 5.0 als klassische Plattform, um Application User Interfaces zu entwickeln, die keine zusätzliche Client-Software benötigen. Mit dem Internet Explorer 5.5 haben wir die Features – wie das DHTML-Verhalten – weiterentwickelt, die den Internet Explorer 5.0 so populär unter Entwicklern machten" , erklärte David Massy, Program Manager für den Internet Explorer 5.5 bei Microsoft.
So erlaubt es der Internet Explorer 5.5 beispielsweise mittels spezieller XML-Tags, Inhalte für Macromedia-Flash direkt in Webseiten einzubetten und auch zu modifizieren. Zudem erlaubt es das Verhalten des Component Models nun, eigene Elemente zur Verwendung in DHTML-Dokumenten hinzuzufügen. Es lassen sich auch eigene DHTML-Komponenten verwenden, die möglichweise mit optimiertem Code zu besseren Ergebnissen führen.
Microsoft greift mit einem leicht zu modifizierenden Browser das nicht neue Konzept von schlanken Clients wieder auf, was zu einer niedrigeren Total Cost of Ownership führen soll. Die Applikationen laufen dann im Web-Browser ab, die Last trägt der Internet-Server und die Clients verfügen immer über die aktuellste Software – ein Konzept, das z.B. Sun seit langem verfolgt.
Weiterhin bringt der Internet Explorer neben besseren Funktionen zur Erstellung von Webseiten auch die Unterstützung von Cascading Style Sheets (CSS 1) und vertikales Text-Layout mit. Letzteres soll es vor allem erleichtern, chinesische und japanische Schriftzeichen darzustellen. Bisher mussten die fertig gesetzten Texte als Grafik gerendert werden, da der Browser nur eine horizontale Textausrichtung kannte. So will sich Microsoft nicht zuletzt neue Märkte erschließen. Aber auch in Sachen Multimedia hat die neue Version etwas zu bieten, unterstützt sie doch den neuen W3C-Standard HTML + TIME einschließlich SMIL.
Durch eine neue Implementation von Frames, bei der nicht für jeden Frame eine eigene Instanz des IE aufgerufen wird, soll sich der Aufbau entsprechender Seiten um 30 bis 75 Prozent beschleunigen lassen.
Im Hinblick auf Datensicherheit hat Microsofts neue Browser-Version zumindest etwas Neues zu bieten, denn nun steht auch in der internationalen Version von Hause aus die 128-Bit-SSL-Verschlüsselung zur Verfügung. Bisher fand sich diese nur in der US-Version oder musste per Update nachinstalliert werden.
Der Internet Explorer 5.5(öffnet im neuen Fenster) läuft unter Windows 95, 98, NT und 2000.
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