DRAM-Hersteller erwägen Kartellbeschwerde gegen Rambus

Monopolstellung von Rambus befürchtet

Laut TechWeb erwägt die DRAM-Industrie dem Treiben von Rambus ein Ende zu setzen. So werde im Moment eine Kartellrechtsbeschwerde bei der US Federal Trade Commission (FTC) gegen den Speichertechnologie-Hersteller geplant. Grund dafür ist, dass Rambus seit Anfang des Jahres von Speicher- und PC-Herstellern Lizenzgebühren verlangt, sofern diese SDRAM einsetzen.

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Das Ziel der Beschwerde dürfte sein, die von Rambus angeführten Patente zu entkräftigen. Andernfalls droht SDRAM und vor allem das in Grafikkarten und bald auch in PCs zu findende DDR-SDRAM deutlich teurer zu werden. Das von Rambus und Intel forcierte RDRAM dürfte damit preislich wesentlich attraktiver werden, da Rambus bereits angekündigt hat, dass die Lizenzgebühren für SDRAM-Technologie deutlich höher sein werden als die für RDRAM.

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Toshiba und Hitachi haben bereits Abkommen mit Rambus getroffen, ob weitere Hersteller Rambus' Lizenzpolitik folgen, muss sich noch zeigen. Offenbar fürchtet nun die Speicherindustrie, dass Rambus den Speichermarkt und damit OEM-Hersteller kontrollieren und mit seinen Lizenzgebühren beliebig beeinflussen könnte - eine nicht unberechtigte Angst, zumal Rambus in engem Kontakt zu Intel steht.

Die FTC-Petition wird voraussichtlich durch eine Sammlung von DRAM-Herstellern eingereicht, sofern man sich in den letzten Planungsgesprächen innerhalb der nächstens zwei Wochen darüber einig werden kann, ob eine Antitrust-Aktion Erfolg haben kann. Falls nicht, bleibt immer noch der langwierige Gerichtsweg - so oder so werden die Anwälte der beteiligten Parteien in den nächsten Monaten also viel zu tun haben.

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