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Erneut Verbreiter von "I Love You"-Variante entlarvt

Fireburn-Urheber ermittelt

Die Ermittlungen des Bundeskriminalamtes (BKA) im Zusammenhang mit dem "I Love You"-Virus und seinen Varianten haben zur Identifizierung des Urhebers und Verbreiters des so genannten "Fireburn"-VBS-Virus geführt. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-jährigen Berufsschüler aus Ratingen.

Artikel veröffentlicht am ,

Am Freitag, den 7.7.2000, durchsuchten Beamte des BKA die Wohnung des Tatverdächtigen. Sie beschlagnahmten zwei Computeranlagen, elektronische Datenträger und diverse schriftliche Unterlagen über die Programmierung von Viren. In seiner polizeilichen Vernehmung gestand der Beschuldigte die Tat.

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Die Opfer der Viren erhielten erstmals am 29.5.2000 eine E-Mail mit der Aufforderung, die angehängte Bilddatei pornographischen Inhaltes zu öffnen, bei der es sich jedoch tatsächlich um den "Fireburn"-Virus handelte. Neben der Änderung von Systemdateien erfolgten bei diesem Virus als zusätzliche Schadensroutine unter anderem die automatische Deaktivierung von Tastatur und Maus ab dem 20. Juni 2000 und die Platzierung einer Messagebox auf dem Bildschirm des infizierten PC mit dem Hinweis "I'm proud to say you are infected by Fireburn".

Das BKA ermittelt im Auftrag von Bundesinnenminster seit 5.5.2000 gegen die Urheber und Verbreiter des Computervirus "I love you" und seiner Varianten. Das Ermittlungsverfahren ist bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden anhängig. Bisher wurden ca. 50 Virusvarianten festgestellt, die in der Regel gegenüber der Ursprungsversion die Absender- und Betreffzeilen, den Textkörper der E-Mail sowie die Namen und Quellcodes der Attachments verändert hatten.

Am 30.5.2000 war von den österreichischen Behörden in Zusammenarbeit mit dem BKA ein Tatverdächtiger einer anderen Virus-Variante ermittelt worden.

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