CD-ROM-Nachfolger mit 1,3-GB-Kapazität angekündigt

Double-Density-Format soll Lücke zwischen CD und DVD schließen

Sony und Philips wollen "Double Density"-CD-ROM, CD-R- und CD-RW-Medien mit einer Kapazität von 1,3 GB auf den Markt bringen, die Entwicklungsarbeit dazu hat bereits begonnen. Die Double-Density-CD-Formate sollen einen einfachen Migrationspfad für Hersteller ermöglichen, da bestehende CD-Technologie-Produktionsanlagen genutzt werden könnten. Sony erhofft damit eine schnelle Ablösung der herkömmlichen CD-ROM, die nur etwa 650 MB fasst.

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Die doppelt so hohe Datenkapazität der Double-Density-CD soll durch nur einige simple Veränderungen an den bekannten CD-Formaten erfolgen: Zur Erhöhung der Datendichte minimiert Sony den Track-Pitch und die Pit-Länge. Um der höheren physikalischen Bit-Dichte gerecht zu werden, wird zudem ein Parameter in der Fehlerkorrektur (CIRC) geändert und das Adressformat (ATIP) verändert. Ein spezieller Kopierschutz, den die CD-ROM nicht bietet, soll zudem ein unberechtigtes Vervielfältigen erschweren. Gleich bleibt hingegen die existierende "CD-Infrastruktur".

Die entsprechenden Lizenzen werden Philips und Sony gemeinsam vergeben, allerdings wird sich Philips um die Abwicklung kümmern. Die Double-Density-Formate sollen bis September 2000 fertig gestellt werden.

Als Grund für die Etablierung eines neuen Formates nennt Sony die gestiegenen Ansprüche an preiswerte Datenträger mit höheren Kapazitäten. Dank der zunehmenden digitalen Verbreitung von Audio, Video und Bildmaterial würde eine möglichst kostensparende Möglichkeit zum Datenaustausch zwischen verschiedenen Geräten benötigt. Die Lücke zwischen der billigen aber in die Jahre gekommenen CD und der neuen, aber noch teuren DVD soll mit der Double-Density-CD geschlossen werden.

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