Agfa beteiligt sich an Silicon Vision
Hersteller von TFA-Bildsensor-Chips
Agfa-Gevaert übernimmt 24,67 Prozent der Silicon Vision AG aus Siegen. Zugleich beteiligen sich die Schnigge Beteiligungs AG und GESCO mit je 16 Prozent sowie die Julius Bär Kapitalanlage AG für ihre Sondervermögen mit 10 Prozent an Silicon Vision.

TFA-Bildsensor-Chip
Die Silicon Vision AG wurde 1997 als GmbH von Professor Dr.
Markus Böhm und anderen zur Produktion und Vermarktung von
TFA-Bildsensoren (Thin Film on ASIC/Application Specific
Integrated Circuit) gegründet.
Diese Chips sind bisherigen Bildsensoren hinsichtlich Farbtauglichkeit, Empfindlichkeit, Muster-Erkennung und Miniaturisierung weit überlegen. Im Unterschied zu den bisher in der Bildsensorik eingesetzten Elektronikbausteinen können TFA-Chips optische Informationen nicht nur empfangen, sondern zugleich speichern und direkt auf dem Sensorchip individuell und anwendungsspezifisch weiterverarbeiten.
Die Hauptanwendungsgebiete werden Autopiloten in Fahrzeugen, die schnelle Übertragung von Bewegtbildern per Telefon, digitale Kameras, digitale Fotolabs, Systeme für die grafische Industrie, die Medizintechnik, die Digitalisierung von Kinofilmen und die Steuerung von Produktionsrobotern sein.
Für die Basiserfindung erhielt Böhm den Philip-Morris-Forschungspreis. Die Großserienproduktion der Bauelemente soll binnen zwei Jahren beginnen. Das durch die Beteiligung zufließende Kapital dient zur Absicherung der Serienproduktion.
Der weltweite Marktbedarf für Bildsensor-Chips wird Analysten zufolge im Jahre 2002 auf ca. 60 Millionen Stück geschätzt.
Das restliche Drittel der Anteile verbleibt bei den bisherigen Gesellschaftern, die sich aus der Geschäftsführung und den Mitarbeitern zusammensetzen.
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