Der Euro kommt und die IT ist unvorbereitet
IBM-Studie belegt mangelnde Vorbereitung
Eine im Auftrag der IBM durchgeführte repräsentative Studie belegt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt erst zwei Prozent der größeren europäischen Organisationen und Unternehmen in der Lage sind, ihre geschäftlichen Transaktionen in Euro abzuwickeln. Deutschland hat dabei im Ländervergleich am frühesten mit den Umstellungsvorbereitungen begonnen: Über 50 Prozent der Unternehmen haben bereits vor 1998 erste Schritte eingeleitet.
Im europäischen Schnitt müssen aber immerhin noch fast 70 Prozent aller IT-Anwendungen für die Währungsumstellung fit gemacht werden. Viele Unternehmen sind sich dieser prekären Lage durchaus bewusst: 20 Prozent glauben nicht mehr daran, dass sie bis zur endgültigen Einführung des Euro am 1. Januar 2002 wirklich voll Euro-fähig sein werden.
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Im Sektorenvergleich am besten vorbereitet hat sich erwartungsgemäß der Bereich Banken und Finanzen, wohingegen 15 Prozent der Organisationen im öffentlichen Bereich auch den gesetzlich festgelegten spätesten Termin für die Umstellung, den 1. Juli 2002, voraussichtlich nicht mehr schaffen werden. Befragt wurden etwa 300 Unternehmen, davon 240 in der Euro-Zone.
Die Ursachen für mangelnde Vorbereitung sind vielfältig. Einerseits schreckt die lange unterschätzte Komplexität der bevorstehenden Umstellung, andererseits wird offenbar auch die mangelnde Vorbereitung der wichtigsten Kunden und Lieferanten für viele Unternehmen zum Stolperstein für die eigene Umstellung. Weitere 10 Prozent begründen den Implementierungsrückstand mit der fehlenden Bereitschaft der Mitarbeiter, sie sehen im Euro-Projekt insgesamt ein eher demotivierendes Moment.
Darüber zeigte die Umfrage auch, dass viele Organisationen und Unternehmen den Aufwand für die Umstellung noch immer unterschätzen. So bescheinigen zwar 20 Prozent der Befragten, dass dieses Projekt momentan höchste Priorität innerhalb ihrer Organisation genießt, aber nur neun Prozent haben gegenwärtig die wichtigsten Phasen der Transformation abgeschlossen.
Selbst größere Betriebe sind mit ihren Vorbereitungen häufig in Verzug und - so ein weiteres Ergebnis der Studie - nur sehr wenige planen, die Umstellung früher als notwendig abzuschließen, um von den damit verbundenen Pan-Europäischen Vorteilen, die die so genannten "Early Adopters" erwarten können, zu profitieren. - wie etwa Preis- und Kostentransparenz.
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