Interview: Berlin im Zeichen der digitalen Unterhaltung

Die Messe Berlin GmbH umarmt die Spielebranche

Nach der Absage der CeBIT Home stellt sich die Frage, welche verbleibenden und zukünftigen Möglichkeiten zur öffentlichen Präsentation der digitalen Unterhaltungsbranche zur Verfügung stehen. Obwohl diese Frage noch nicht geklärt werden kann, zeichnet sich doch ab, dass Berlin hier in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen wird: Bereits auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 1999 stellte die Messe Berlin GmbH der Spielebranche zwei eigene Hallen zur Verfügung. Für die Zukunft haben die Berliner jedoch größere Pläne, wie sich im Interview mit den Verantwortlichen herausstellte.

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Games-Academy-Event
Games-Academy-Event
Bereits auf der im Juni veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Game over für Computerspiele-Messen in Deutschland?" von der Games-Academy waren neben Infogrames und dem VUD auch zwei Herren von der Messe Berlin GmbH vertreten: Dr. Sven Prüser, Projektleiter IFA und Frank Sliwka, Projektorganisator IFA. Die versammelten Gäste waren sich einig, dass die Spielebranche einen immer wichtigeren Pfeiler der Unterhaltungsbranche darstellt, auf dem Weg zum Massenmedium ist, dass eine "artige" Messepräsentation dem Medium nicht gerecht wird und dass der Nachwuchs gefördert werden muss. Damit wurden zwar eigentlich keine neuen Fakten genannt, doch allein die Teilnahme der Messe Berlin GmbH an der Veranstaltung und ihr steigendes Engagement im Wachstumsbereich digitaler Unterhaltung an sich war schon ein Zeichen, das uns aufmerksam machte.

Spielebranche auf der IFA
Spielebranche auf der IFA
Grund genug also, einmal nachzuhaken, was die IFA-Verantwortlichen unter der Leitung von Dr. Sven Prüser und Frank Sliwka für die Zukunft planen bzw. welche Rolle man der Spielebranche auf der IFA zuzuteilen gedenkt. Zudem stellte sich unwillkürlich die Frage, ob die auf Wunsch der Unterhaltungselektronikbranche weiterhin nur alle zwei Jahre stattfindende Messe für die Spielebranche ausreichend ist. Doch anscheinend hat die Berliner Messeleitung bereits eine weitere Messe in Planung, die eine zusätzliche Präsentationsmöglichkeit bieten soll.

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