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Berliner Hochschulen gründen Multimedia-Gesellschaft

Berliner Hochschulen beschreiten einen neuen Weg

Die Berliner Hochschulen haben eine neue Phase in der Zusammenarbeit eingeläutet. Auf Anregung der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten (LKRP) und unter dem Vorsitz des TU-Präsidenten Professor Dr. Hans-Jürgen Ewers wurde nun eine Multimedia-Gesellschaft der Berliner Hochschulen gegründet, die die Entwicklung von Multimedia-Produkten vorantreiben soll. Neben den drei Universitäten sind fast alle Hochschulen der Stadt beteiligt.

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Mit der Multimedia-Gesellschaft wurde zum ersten Mal eine hochschulverbindende GmbH gegründet. Die Berliner Hochschulen wollen damit bundesweit eine Vorreiterrolle übernehmen.

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Möglich wurde diese Form der Zusammenarbeit erst durch die Neufassung des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) im November letzten Jahres. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben ist es den Hochschulen seitdem erlaubt, mit Zustimmung der Senatsverwaltung sich an Unternehmen zu beteiligen beziehungsweise zu gründen. Nun wurde erstmals von dieser Regelung Gebrauch gemacht.

Vorrangig soll die Hochschul-Multimedia-Gesellschaft die Produktion von multimedialem Lehr- und Lernmaterial unterstützen, indem sie Mittel für die Entwicklung und Herstellung einwirbt. Diese Produkte sollen nicht nur in der Lehre der Hochschulen eingesetzt werden, sondern auch anderen Einrichtungen zugute kommen. Die Vermarktung der Multimedia-Produkte wird daher eine weitere wichtige Aufgabe der Gesellschaft sein.

Darüber hinaus soll die Gesellschaft die Förderung von Kompetenzzentren übernehmen und für ein gemeinsames Auftreten der Berliner Hochschulen im Bereich Multimedia sorgen.

Die Hochschulen haben als Gesellschafter der GmbH unabhängig von ihrer Größe jeweils eine Stimme. Der Aufsichtsrat besteht aus den drei LKRP-Vorsitzenden, die entsprechend ihrer Amtszeit rotieren, sowie zwei Experten, die für drei Jahre gewählt werden. Langfristig soll sich die Gesellschaft durch die Einnahmen aus dem Verkauf zumindest zu einem Teil selbst tragen.

Das Konzept der Multimedia-Gesellschaft baut auf den Erfahrungen des Projekts "berlin univers" auf, das 1998 von sieben Mitgliedern aus vier Berliner Hochschulen, darunter auch die TU Berlin, gegründet wurde. Auch hier sollten Drittmittel eingeworben werden, um Lernmaterial hochschulübergreifend für Berlin zu produzieren. Anders als bei "berlin univers" steht den Interessenten nun aber mit der GmbH eine offizielle Institution als Ansprechpartnerin zur Verfügung.



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