VIA setzt voll auf DDR-SDRAM - dreht Rambus den Rücken zu
"VIA glaubt fest an offen zugängige Standards, die von der PC-Industrie gewünscht werden und die sowohl aus einer Kosten- und Leistungsperspektive einen Sinn ergeben", erklärte Wen Chi Chen, President und CEO von VIA. "Wir haben die Leistungs-, Kosten-, Produktions- und Verfügbarkeitsvorteile von DDR erkannt und gemeinsam mit der Speicher-Industrie unsere Pläne initiiert, um den Standard aggressiv in alle Ebenen des PC-Markts zu bringen."
Bereits auf dem "DDR SDRAM Industry Summit" in San Jose hatte ViA gemeinsam mit Advanced Memory International (AMI2), AMD, JEDEC, Hyundai, Infineon, Micron, NEC, S3 und Samsung Seminare für OEM-Hersteller abgehalten und Roadmaps veröffentlicht. Diese stehen in ViAs 'DDR Zone'(öffnet im neuen Fenster) im Internet zur Einsicht bereit.
Damit geht VIA weiterhin auf Konfrontationskurs mit Rambus und dessen Verbündetem Intel. Während Intel weiterhin auf Rambus konkurrierende RD-RAM-Speichertechnologie setzt, versucht VIA auf das günstigere und nicht minder schnelle DDR-RAM zu setzen.
Kommentar:
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auf der oben erwähnten DDR-SDRAM-Veranstaltung in San Jose die "Überläufer" Toshiba und Hitachi fehlen, die mittlerweile Lizenz-Gebühren für die Nutzung von (DDR-)SDRAM-Technologie an Rambus zahlen. Bisher gibt es jedoch keine gerichtliche Entscheidung, ob Rambus SDRAM-Patente wirklich geltend sind. Man darf also gespannt sein, wie es in dieser Angelegenheit weitergeht.
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