Siemens startet Asien-Mobilfunk-Offensive
"Die Steigerung des Umsatzvolumens auf dem asiatischen Markt ist eines unserer Hauptziele", betonte Rudi Lamprecht, Vorstandsvorsitzender des Siemens-Bereichs Information and Communication Mobile (ICM). Die Investitionen für den Aufbau einer starken Marktposition in Asien konzentrieren sich dabei auf Marketing, Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von Produktionsstätten.
Im asiatischen Markt verkaufte Siemens bisher rund 3,8 Millionen Handys; das entspricht einem Wachstum von rund 170 Prozent.
Derzeit benutzen etwa 170 Millionen der 3,5 Milliarden Menschen der Region Handys, davon 60 Millionen in China, was einer Verbreitungsdichte von nur 5 Prozent entspricht. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von über 30 Prozent pro Jahr wird erwartet, dass die Zahl für 2002 auf 180 Millionen steigen wird.
Siemens konnte im vergangenen Jahr in Asien seinen Anteil am Markt für Mobilfunkgeräte verdoppeln. China ist mit einem Anteil von 30 Prozent an den weltweiten Mobilinfrastruktur-Umsätzen der bei weitem bedeutendste Markt in der Region.
"Diese Strategie wird flankiert durch engere Kooperationen und verstärkt auch über Akquisitionen, wann immer wir das erforderliche Wachstum nicht von innen heraus erreichen können", sagte Lothar Pauly, Vorstandsmitglied von Siemens ICM.
Vor kurzem erst hatte Siemens eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit mit China Unicom, einem seiner bedeutendsten Kunden in Asien und zweitgrößter GSM-Netzwerkbetreiber in China, unterzeichnet. China Unicom plant als eines der ersten chinesischen Unternehmen den Börsengang an der New York Stock Exchange (NYSE). Ziel ist eine enge Kooperation auf den Gebieten GSM und intelligente Netzwerke sowie neuer Technologien wie WAP, GPRS und 3G.
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