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UDC demonstriert flexible und transparente Displays

Alternativen zum LCD bald marktreif?

Wenn es nach der Universal Display Corporation (UDC) geht, sind die Displays der Zukunft bald zusammenrollbar oder transparent. Auf einem Aktionärs-Treffen hat das Unternehmen zwei neue Prototypen ihrer noch in Entwicklung befindlichen Organischen Licht Emittierenden Displays (OLEDs) demonstriert: Ein dynamisches, Bild-scrollendes, flexibles OLED und ein transparentes OLED.

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Während die flexible Variante als FOLED - "F" für faltbar - bezeichnet wird und in der Hand gehalten und gebogen werden kann, ohne dass die Bildqualität darunter leidet, handelt es sich bei TOLED um ein transparantes Display, das zahlreiche Möglichkeiten eröffnet.

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"Die Möglichkeiten, Informationen über Geräte zu verbreiten, die flexibel und transparent sind, sind wirklich aufregend und öffnen die Tür für zahlreiche neue kommerzielle Anwendungen", erklärt Steven V. Abramson, Präsident von UDC.

Der flexible, batteriebetriebene Display-Prototyp fasst bis zu 20 Bilder, die gescrollt werden können. Er besteht aus einer 128-x-64-Punkt-Matrix; die einzelnen Bildpunkte sind etwa 400 x 500 Micron klein und haben 100 verschiedene Hell-Dunkel-Abstufungen. Eingebettet sind sie in eine 0,18mm dünne aber robuste PET-Plastikhülle. Als mögliche Anwendungsgebiete nennt UDC Kommunikations-Displays, die z.B. aus Stiften, Armbändern, Mobiltelefonen usw. ausgerollt werden könnten, wenn sie benötigt werden. Selbst Desktop-Displays, die im Tisch verschwinden können, sollen denkbar sein.

"Da FOLEDs entwickelt wurden, um Plastik-Substrate zu verwenden, sind sie leichter, dünner und resistenter gegen Schläge und Brüche als traditionelle Displays", betont Abramson. Kein Wunder, dass zu den Geldgebern von UDC auch die Defense Advanced Research Projects Agency, ein US-Militär-Department zählt.

Der transparente TOLED-Prototyp, ein nicht ganz so flexibles passives Matrix-Display mit 8192 Bildpunkten, soll bei Produkten wie Heads-up Displays, Windschutzscheiben oder Brillen eingesetzt werden können. Dank seines hohen Kontrasts und stromsparenden Aufbaus soll es ideal für Handhelds oder andere mobile elektronische Geräte nutzbar sein. Das grüne oder rote TOLED besitzt sechs Graustufen, seine Pixel sind nur 17 Mikron auseinander. Wie das FOLED ist auch das TOLED selbstleuchtend, eine aufwendige Hintergrundbeleuchtung kann damit entfallen.

Bis entsprechende Displays in auf dem Markt erhältlichen Produkten zu finden sind, wird es noch etwas dauern. Das Interesse ist jedoch schon jetzt sehr groß, was unter Berücksichtigung der rasenden Entwicklung mobiler Endgeräte - seien es nun Mobiltelefone, Handhelds oder Internet-Appliances - nicht verwunderlich ist.

UDC entwickelt seit 1994 gemeinsam mit der Princeton University und der University of Southern California (USC) OLEDs, einige bedeutende Patente wurden Ende 1998 anerkannt. Mittlerweile besitzt das Unternehmen auch eine eigene Herstellungsstätte mit Reinraum.



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