Microsoft enthüllt sein "Next Generation Internet"
"Es ist unser Ziel weiter zu gehen als heutige Standalone Web Sites, zu einem Internet des Austausches, in dem Geräte und Dienste zu neuen, userinduzierten Erlebnissen verschmelzen" , so Microsoft Chairman und Chief Software Architect Bill Gates.
Gates stellte die .NET-Plattform als Zusammführung folgender Technologien vor:
- Eine Reihe neuer Technologien zur Entwicklung der Interneterfahrung der nächsten Generation, inklusive einer neuen Universal-Canvas-XML-basierten Verbund-Informationsarchitektur, natürlichem User-Interface, integrierter Unterstützung digitaler Medien, Technologien zum Schutz der Privatsphäre sowie einem neuen Dynamic-Delivery-System für eine sichere und nahtlose Installation und Update.
- Die Implementation von neuen XML-basierten Programmiermodellen soll helfen, Webservices zu entwickeln, zu liefern, zu integrieren, zu betreiben und zu verteilen. Visual Studio 7.0 soll dabei eine umfassende Unterstützung dieser XML-basierten Web-Services bieten. Das neue BizTalk Orchestration Tool soll die Integration von Geschäftsprozessen per Internet dramatisch vereinfachen.
- Mit den .NET Building Block Services will Microsoft zudem eine ganze Reihe von verteilten Entwicklungsdienstleistungen bieten, die auf Standalone-Maschinen, in unternehmenseigenen Datencentern und im Internet laufen. Diese Services sollen unter anderem Identifizierung, Benachrichtigung und Messaging, Personalisierung, Schematized Storage, Kalender, Verzeichnisse, Suche und Software-Vertrieb einschließen. So will Microsoft Elemente von Windows-Technolgien mit internetbasierten Microsoft-Diensten wie Passport, Hotmail, MSN Messenger und MSN Communities so verbinden, dass Entwickler in ihren eigenen Anwendungen auf sie zurückgreifen können.
- Die .NET Device Software soll neuartige Smart Internet-Connected Devices antreiben, die in vollem Umfang von der .NET-Plattform profitieren. Microsoft will dazu auch neue Versionen von Windows mit Unterstützung für die .NET-Plattform entwickeln, die die Rolle des PCs so verändern sollen, dass auch dieser in idealer Weise vom Internet profiteren kann. Die XML-fähige Software soll einen interaktiven Austausch mit dem Netz .NET Services ermöglichen und als Basis dienen, um die .NET-Plattform auch auf Nicht-PC-Geräten wie Pocket PCs, Set-Top-Boxen, Mobiltelefonen und Spielekonsolen zu bringen.
Zusätzlich zu dieser grundlegenden neuen Technologieplattform kündigt Microsoft aber auch konkrete Produkte an:
- Windows.NET soll die nächste Generation von Windows darstellen. Es werde ein Produkt sein, das Produktivität, Kreativität, Management, Entertainment und vieles mehr unterstützt, so Microsoft. Es soll die neuen .NET-Features unterstützen und sich selbstständig durch Updates auf dem neuen Stand halten. Dabei soll es aber insofern programmierbar sein, als dass es sich individuell, z.B. für Firmen, anpassen lässt. Die erste Version von Windows mit .NET-Elementen soll bereits 2001 erscheinen. Allerdings will Microsoft weiterhin Support für Windows-Versionen ohne .NET Services anbieten.
- MSN.NET soll das erste Consumer-Produkt für Microsofts nächste Internetgeneration darstellen. Dazu will Microsoft die aktuellen MSN-Dienste zusammenfassen und dem User zudem eine digitale Persönlichkeit verleihen. MSN.NET soll auf einem neuen integrierten Client aufbauen, der derzeit im Beta-Test ist und dynamische MSN Web Services und Content vereinen soll.
- Zudem plant Microsoft Consumer Subscription Services auf Basis der .NET-Plattform, die eine Reihe von consumerorientierten Diensten in den Bereichen Entertainment, Games, Bildung und Produktivität zusammenfassen sollen. Damit will Microsoft traditionelle Desktop-Applikationen flexibel integrieren und der neuen .NET-Familie hinzufügen.
- Office.NET soll den Anwender vor allem in vier Bereichen mit Innovationen beglücken:
- Ein natürliches Interface soll die Art und Weise, in der User interagieren, verändern,
- eine neue Architektur auf Basis von Smart-Clients soll für mehr Funktionen und Performance sorgen,
- universelle Collaboration Services sollen die Kommunikation mit Leuten innerhalb oder außerhalb des eigenen Unternehmens ermöglichen
- Die Office.NET Services sollen zudem jederzeit an jedem Ort von jedem Device aus nutzbar sein und ein neues Maß an Personalisierung ermöglichen.
bCentral for .NET soll das Central-Small-Portal erweitern und Dienste wie Outlook Web Services, Commerce Services und neues Customer Relationship Management (CRM) Service einschließen.
Zu guter Letzt soll das Visual Studio.NET ein XML-basiertes Programmiermodell inklusive Rapid Application Development Tools bieten.
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