Neue Roboter-Installation für die Ausstellung "7 Hügel"
Auf der einen Seite stehen die seit drei Jahrzehnten etablierten Industrieroboter mit ihrer großen Kraft und Präzision. Auf der anderen Seite stehen die Lego-Roboter, die wie alle Plastik-Spielzeuge eher ungenau, nicht sehr stabil und mit ausreichender Batterieladung gerade in der Lage sind, sich selbst zu tragen. So war es nicht schwer, die Rollen zu verteilen: Die Industrieroboter sollten die Spielzeugroboter zusammenbauen und diese für sich arbeiten lassen.
Das Ergebnis der Bemühungen sind zwei Szenarien, die sich bis zum Beginn der Ausstellung herausgebildet haben: Zum einen bauen die Industrieroboter einen Lego-Roboter zusammen, der anschließend selbsttätig einer Spur folgt, dann be- und entladen und schließlich wieder demontiert wird – das ganze wiederholt sich dann. Zum anderen schiebt ein Lego-Roboter Lego-Bausteine über eine Tischkante, ohne selbst herunterzufallen.
Die Präsentation dieser Szenarien ist laut Prof. Hommel mit einigen Problemen behaftet, die in der kurzen Entwicklungszeit begründet sind. Zum anderen kollidiert hier ein industrielles System mit einer immer gleichen Genauigkeit und ohne Ermüdungserscheinungen mit einem Spielzeug, das sich erfahrungsgemäß schnell abnutzt und unter Dauerbelastung seine Form ändert. Aus diesem Grund ist eine ständige Überwachung und Optimierung des Montageablaufs, aber auch der Steuerungs- und Kooperations-Software notwendig. Das Exponat wird deshalb in den nächsten Monaten ständig weiterentwickelt, was möglicherweise an veränderten Abläufen zu sehen ist.
Die Ausstellung "7 Hügel – Bilder und Zeichen des 21. Jahrhundert" ist im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7, 10693 Berlin, noch bis zum 31. Oktober 2000 zu sehen.
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