Talkline steigt aus der UMTS-Auktion aus
Kim Frimer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Talkline GmbH, erläutert den Verzicht auf die Teilnahme: "Die zu erwartenden hohen Lizenzkosten für UMTS rechnen sich für unser Unternehmen in keinem Fall."
Die Entscheidung bei Talkline fiel auf Grund der Berechnungen des Business Case. Das Risiko bei UMTS sei bei den hohen Lizenz-Einstandskosten immens. Für Talkline seien die Risiken aber noch höher, da keine Mobilfunk-Netzinfrastruktur existiere, Erfahrungen aus dem Betrieb eines eigenen Mobilfunknetzes fehlen würden und geeignete Fachleute rar seien. Frimer weiter: "Das wäre so ähnlich, als würde man sein ganzes Vermögen auf ein einziges Wertpapier setzen. Wir kalkulieren solide und setzen weder das Kapital unserer Gesellschafter noch die Zukunft unserer Mitarbeiter fahrlässig aufs Spiel."
Bei Talkline sieht man künftig einen Bedarf für breitbandige Datenanwendungen im Mobilfunk. UMTS sei auch eine der richtigen Technologien dafür. Aber man sehe die große Gefahr, dass zukunftsträchtige Anwendungen zu teuer werden oder unter dem Marktdruck Preise entstehen könnten, die die Anbieter ruinieren würden.
Denkbar seien aber unterschiedlichste Formen der Zusammenarbeit. Mit der unternehmenseigenen Festnetz-Infrastruktur inklusive eines Glasfaserrings, der ganz Deutschland abdeckt, sei sowohl für Talkline als auch für einen UMTS-Betreiber eine Cost-Share-Variante machbar. Frimer: "Auch in Zeiten von UMTS werden Service- und Application-Provider dringend gebraucht. Grundsätzlich gilt: Wir sind nach der Auktion in der Lage, offen auf alle Beteiligten zuzugehen."
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