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Neues Zahlungstool X-PressPay

Bezahlsoftware aus Bonn. Unter dem Namen X-PressPay soll voraussichtlich im Juni/Juli zeitgleich in Deutschland und in der Schweiz ein neues Zahlungstool für alle Arten von Bezahlvorgängen eingeführt werden. Die Lösung der Bonner X-PressPay GmbH ermöglicht es, Zahlvorgänge für Produkte und Dienstleistungen über die Telefonrechnung abzuwickeln.
/ Jens Ihlenfeld
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Während ähnliche Lösungen ausschließlich für das Micropayment konzipiert sind, können mit X-PressPay Beträge in beliebiger Höhe abgerechnet werden. Dabei ist der Bezahlvorgang vom Benutzer nach einmaliger Installation der X-PressPay-Software in nur einem einzigen Schritt durchzuführen.

Soll eine Ware oder Dienstleistung online bezahlt werden, muss lediglich der X-PressPay-Button gedrückt werden. Für den Bezahlvorgang wird die Leitung zum Internet-Provider ab- und zu den X-PressPay-Servern aufgebaut. Es sind keinerlei zusätzliche Eingaben wie Name, E-Mail-Adresse, PIN oder Ähnliches mehr notwendig.

Einsatzgebiete sind der elektronische Handel im Internet sowie Software-Freischaltungen. Die X-PressPay-Funktion kann auch auf Demo-CD-ROMs integriert werden, um bei Kaufinteresse den Bezahlvorgang online abzuwickeln und sofort den vollen Funktionsumfang nutzen zu können. Ziel ist es nach Angaben der Firmengründer Fabian Ghio und Tillmann Steinberger, X-PressPay bis zum Jahresende im Internet als ein führendes Produkt für elektronische Zahlungsvorgänge zu etablieren.

"Die Software ist lediglich 250 kB groß, installiert sich beim ersten Bezahlvorgang automatisch und kann ohne einen Neustart des Systems sofort eingesetzt werden. Die einfache Handhabung wird beim Kunden Hemmschwellen abbauen, wodurch vor allem auch vermehrt Spontankäufe getätigt werden", hofft Gründer Fabian Ghio. Das browserorientierte Tool läuft allerdings nur auf Windows PCs.

Auf der Telefonrechnung – unabhängig von der jeweiligen Telefongesellschaft – sollen schließlich die einzelnen Einkäufe inklusive Produktbezeichnungen detailliert aufgelistet werden.

Die Deutsche Telekom bietet mit Net900 seit April 2000 ein ähnliches Micropayment-System mit zwei unterschiedlichen Tarifvarianten für die Content-Anbieter an.

Die Tarife für die zeitabhängige Variante "Pay-per-Minute" können vom Anbieter festgelegt werden. Die Spanne liegt zwischen 0,30 DM und fünf Mark je Minute.

Bei "Pay-per-Click" wird pro Abruf ein fester DM-Betrag berechnet. Auch hier liegt die Spanne zwischen 0,30 DM und fünf Mark je Abruf. Die notwendige Software für das net900- System steht natürlich kostenlos zur Verfügung.

Das Inkasso erfolgt über die Telefonrechnung der Deutschen Telekom. Die kostenpflichtigen Inhalte können auf Servern der Telekom abgelegt werden. Die Content-Hosting-Variante bietet sich bei statischen Inhalten an.

Für größere Händler mit dynamischen Inhalten hält das Unternehmen eine Content-Housing-Variante vor. In diesem Fall werden die eigenen Server des Kunden genutzt, aber ebenfalls in die Sicherheitskonzepte eingebunden. Für Kunden mit sehr großem Content-Volumen bietet die Deutsche Telekom die Möglichkeit, Virtual Private Networks in das System einzubinden.


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