Urteil - Microsoft wird gespalten

Richter Jackson will Microsoft zweiteilen

Um 16.30 Uhr Ortszeit Washington verkündete Richter Thomas Penfield Jackson seine Entscheidung über das Strafmaß im Kartellrechtsprozess gegen Microsoft. Er folgte dem Antrag der US-Regierung, den Konzern in zwei Teile zu spalten.

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Am 4. April hatte der U.S. District Court for the District of Columbia bereits Microsoft für schuldig befunden. Richter Jackson lastete dem Unternehmen damals wie heute an, seine Marktmacht beim PC-Betriebssystem Windows zur Verdrängung des Konkurrenten und Browserherstellers Netscape missbraucht und Anstrengungen unternommen zu haben, ein Monopol im Browsermarkt zu errichten.

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Microsoft hatte bereits damals angekündigt, in Berufung zu gehen, rechnet man sich doch vor einem Berufungsgericht deutlich bessere Chancen aus.

Nach dem heute verkündeten Strafmaß muss Microsoft innerhalb von 4 Monaten einen Plan für die Aufspaltung des Konzern in zwei Teile vorbereiten. Ein Teil für das Betriebssystem, der zweite für die Bereiche Applikationen, Internet-Business und den Rest. Anschließend habend die Kläger 60 Tage Zeit, sich zu äußern, schließlich kann Microsoft erneut innerhalb von 30 Tagen eine eigene Stellungnahme abgeben.

Die Spaltung selbst soll innerhalb von 12 Monaten vollzogen werden, die Sanktionen für mindestens 10 Jahre Bestand haben.

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Damit folgte der Richter dem Antrag der Kläger und wies die Forderung Microsofts zurück, mindestens 12 Monate für die Erarbeitung eines entsprechenden Plans vorzusehen.

Allerdings hat Microsoft bereits kurz nach Veröffentlichung der Finding of Facts angekündigt, in Berufung zu gehen, so dass dieses Urteil vorerst nicht in Kraft treten wird.

Auf Seiten der Kläger begrüßte US-Justizministerin Janet Reno die Entscheidung von Richter Jackson und bezeichnete sie als richtigen Schritt und den Fall Microsoft als Zeichen für die Notwendigkeit von Antitrust-Gesetzen.

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