Internet-Taxi fährt in Berlin
"Mit der mobilen Webcam zeigen wir unseren Usern ein Berlin zum Anfassen, zum Staunen und zum Mitlachen – und das auf höchstem technischen Niveau", sagte Bernd Rumscheid, Geschäftsführer von berlin.de.
Die Großraumlimousine "Voyager" von DaimlerChrysler bietet hierfür und insgesamt 5 Fahrgästen ausreichend Platz. Alle Berliner können das Taxi – sofern verfügbar – für besondere Anlässe reservieren.
Täglich werden die Höhepunkte des Geschehens zusammengeschnitten und per Download zur Verfügung gestellt. Das berlin.de/LiveTaxi ist sogar mit einem GPS-Sender ausgerüstet, so dass seine aktuelle Route jederzeit im Internet zu verfolgen ist.
Befindet sich der User innerhalb dieses Kartenausschnitts, kann er das berlin.de/LiveTaxi direkt online bestellen und dabei online verfolgen, wie es sich seiner Wohnung nähert.
Auch über 0800 – 2101010 kann das Internettaxi direkt vor die eigene Haustür bestellt werden.
GNN.de sprach mit Marcel Pelletier, Leiter Public Relations berlin.de.
GNN.de: Was versprechen Sie sich von dem Sponsoringprojekt? Wo liegen die Ziele der Partnerschaft?
Marcel Pelletier: Das Taxi ist kein Sponsoringprojekt, sondern ein originäres berlin.de-Projekt. Berlin.de möchte damit auf den Stellenwert des "Onlinedienstes der Stadt" hinweisen, bei dem jeder Berliner potenzieller Inhaltelieferant ist. Mit dem LiveTaxi kann jeder Berliner ins Internet, auf Wunsch auch zu besonderen Anlässen, die einem besonders am Herzen liegen. Denn berlin.de ist kein Dienst mit Inhalten, die zentral erstellt werden und die der User einfach hinzunehmen hat, sondern ein Spiegelbild des realen Lebens in der Stadt, bereitgestellt von mehr als 160 Berliner Institutionen, aber eben auch Privatleuten.
GNN.de: Wird es bei Erfolg des Projektes künftig eine dauerhafte Einrichtung?
Marcel Pelletier: Das ist wahrscheinlich nicht zu finanzieren, da für eine im Grunde relativ einfache Sache (Bild und Ton aus einem Taxi im Internet), die aber sehr innovativ und damit eine Weltneuheit ist, ein sehr hoher technicher Aufwand betrieben werden muss. Das Taxi läuft vorerst 3 Monate – bis dahin wird auch der Erfolg, gemessen am Interesse der Öffentlichkeit, gut zu bewerten sein und wir werden weitersehen.
GNN.de: Wird auch der Ton aus dem Taxi mit übertragen, so wie es bei den Big-Brother-Internet-Kameras der Fall ist?
Marcel Pelletier: Ja, nur haben wir im Gegensatz zum Big-Brother-Projekt, welches stationär stattfindet, hier mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen – etwa Nebengeräuschen im Fahrzeug etc. Wir gehen aber dennoch davon aus, dass der Ton befriedigend ist.
GNN.de: Wie sieht es mit einer TV-Sendung im Lokalfernsehen beispielsweise als Nachtprogramm aus?
Marcel Pelletier: Das ist durchaus denkbar – das gesamte Material wird auch in TV-Qualität mitgeschnitten. Einmal täglich werden "Best of"- Sequenzen zusammengeschnitten – eine Zulieferung an interessierte Sender des gesamten Materials oder auch nur der interessanten Highlights ist damit unproblematisch.
GNN.de: Neben dem reinen Showeffekt bietet das Internettaxi bzw. die dahinter stehende HSMD-Technik die Möglichkeit, Taxen mit Internetanschluss einzurichten. Sind derartige Dienste beispielsweise für Großraumtaxen geplant?
Marcel Pelletier: Die HSMD-Technik wird am Markt so positioniert, dass sie Geschäftsleuten unterwegs einen schnellen Internetanschluss zur Verfügung stellen soll. Die Installation in vielen Taxis setzt jedoch eine schnelle Akzeptanz am Markt und damit einen Massenmarkt voraus. Da die Technik nicht ganz billig ist, bleibt abzuwarten, inwieweit man mit einer Verbreitung in vielen Fahrzeugen rechnen kann. Im berlin.de/LiveTaxi jedenfalls wird der Fahrgast nicht nur ins Internet übertragen, er kann auch selbst ins Internet gehen und mit den Besuchern der LiveTaxi-Seiten chatten oder sich einfach selbst betrachten.
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