Amiga is Back - AmigaOS soll auf jeder Hardware laufen
Das Amiga Software Developers Kit enthält sowohl die für die Software-Entwicklung notwendigen Tools als auch Beispiel-Quellcode. Die damit entwickelte Software – selbst anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen – läuft ohne verändert werden zu müssen auf X86-, PowerPC-, M.core-, ARM-, StrongArm-, MIPS-, Hitachi-SH3/4- und in Zukunft auch auf anderen Plattformen.
Dabei existiert sowohl eine allein stehende Version von AmigaOS für jede der Plattformen – es muss jeweils nur der Microkernel angepasst werden, der Rest besteht aus plattformunabhängigem Programmcode – als auch ein "AmigaOS-Aufsatz" für die Betriebssysteme Linux, Windows 95/98, Windows NT/2000, Windows CE, OS/9 und QNX4. Weitere sollen folgen. Für Entwickler heißt das, so Amiga: Einmal Code erzeugt, läuft dieser auf praktisch jeder Plattform.
Zu den weiteren Vorzügen von AmigaOS zählen eine starke Integration von JAVA. Dazu hat Amiga Inc. eine schlanke und schnelle JAVA-Engine in das Betriebssystem integriert, die – wie auch die Betriebssystem-Technologie – von Tao stammt.
"Heute haben wir den ersten Schritt in Richtung Zukunft gemacht" , betont Bill McEwen, President und CEO von Amiga Inc. "Das neue Amiga SDK bietet eine Umgebung, in der die besten Entwickler der Welt aufregende Anwendungen programmieren können, die Hardware-Beschränkungen überwinden. Heute können Amiga-Entwickler zusammen mit Linux- und Java-Entwicklern in einer Entwicklungsumgebung arbeiten, welche die Grundlage für die Verbreitung von zukünftigen Inhalten ermöglicht."
Das "New Amiga SDK" ist ab sofort für 99 US-Dollar über die Amiga-Website(öffnet im neuen Fenster) erhältlich. Eine Liste von Händlern(öffnet im neuen Fenster) , die das Entwickler-Paket in Kürze ebenfalls anbieten werden, findet sich ebenfalls auf der Amiga-Website.
Kommentar:
Programme, die auf jedem Computer laufen, egal ob es sich dabei um einen PC, einen Mac oder einen Amiga handelt – ein Traum! Allerdings reicht ein Microkernel für die einzelnen Plattformen allein nicht aus. Treiber für Grafik-, Sound-, Netzwerk- und sonstige Hardware müssen jeweils vorhanden sein, um AmigaOS zum Erfolg zu verhelfen. Sonst droht Anwendern das gleiche Los wie bei anderen Windows-Alternativen: Warten auf Hardware-Treiber, die vielleicht nie kommen. Doch man kommt nicht umhin zu hoffen, dass Amiga Inc. wirklich eine Revolution einläuten könnte...



