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Start-ups bei Greencard-Beschluss übergangen?

Profitieren nur große Konzerne von der Greencard-Verordnung? Die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Verordnung zur Greencard vernachlässigt die Interessen kleiner Firmen, das kritisiert Felix Frohn-Bernau, Vorstandsvorsitzender des Verbraucherportals dooyoo.de. Der Greencard-Beschluss, nach dem insgesamt 20.000 ausländische Computer-Spezialisten bis zu fünf Jahre lang in Deutschland arbeiten dürfen, geht aus einem Konsens zwischen der Bundesregierung und der IT-Industrie hervor.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Interessen von Gründern im Internet-Bereich, die ebenso wie die großen Konzerne auf qualifizierte Kräfte aus dem Ausland angewiesen seien, würden nicht berücksichtigt.

Frohn-Bernau: "Die Interessen von Firmengründern im IT- und Internet-Bereich sind beim Beschluss zur Greencard schlichtweg übergangen worden. So ist beispielsweise die Messlatte für die Greencard-Vergabe mit einem Jahresgehalt von 100.000 DM viel zu hoch angelegt worden. Kleine Unternehmen wie dooyoo.de können solche Gehälter nicht zahlen. Wie die meisten Start-ups rekrutieren auch wir unsere Mitarbeiter mit Hilfe von Aktien-Optionen. Dies hätte in der Greencard-Verordnung berücksichtigt werden müssen."

Im Rahmen der Fachmesse Internet World hatte dooyoo.de federführend für eine Gruppe von 25 deutschen Internet-Unternehmen ein Smart Paper zur Greencard-Debatte vorgelegt. In diesem Papier wurden Thesen formuliert, die zur Harmonisierung der Vergabe von Arbeitserlaubnissen mit den tatsächlichen Anforderungen in jungen Unternehmen beitragen sollten. Neben der Stock-Options-Problematik hatte das Papier auf die Bedeutung von jungen Firmen für den Arbeitsmarkt hingewiesen und die Anzahl der Greencards als "Phantasiezahl" in Frage gestellt.

Neben dooyoo.de hatten sich die Firmen 12snap, bedhunter, berlinstartup, Campus2day, cyberchannel, datango, dealscouts, econia, eurostream, interprice, inubit, jfax, magicday, mytoys, Naked Eye, Novaville, ovivo, portum, virtualley, W,H,S, webmiles, yellout, youwant und zooplus an der Initiative beteiligt.


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