VUD kommentiert Absage der Spielebranche an die CeBIT Home
"Nach dem insgesamt sowohl für die Aussteller als auch den Messeveranstalter sehr erfolgreichen Auftritt der Branche auf der CeBIT Home 1998 sollte ein Auftritt 2000 schon einen Fortschritt bringen. Leider sind die Anzeichen dafür trotz entsprechender Hinweise an den Veranstalter insbesondere in konzeptioneller Hinsicht nicht gegeben. Die CeBIT Home 2000 kann die durch den Verband aufgezeigten Anforderungen seiner Mitgliedsunternehmen nicht erfüllen. Für diese ist daher absehbar, dass sich das notwendige, nicht unerhebliche finanzielle Investment nicht auszahlen wird. Das hat die Firmen veranlasst, ihre Entscheidung zu revidieren und der CeBIT HOME 2000 fernzubleiben", erklärt VUD-Geschäftsführer Hermann Achilles. "Die Situation ist insgesamt sehr unbefriedigend, da wir somit in diesem Jahr für unsere Mitglieder kaum noch die Möglichkeit eines gemeinsamen, überregionalen, nationalen Auftritts anbieten können."
Die für die Spielebranche unbefriedigende Situation scheint nun auch Sega endgültig dazu getrieben haben, die bereits zugesagte Beteiligung an der CeBIT Home 2000 zurückzuziehen. Während Sega dabei eher diskret war, hat sich vor wenigen Tagen der Software- und zum Teil auch Spielepublisher ("Die Rache der Sumpfhühner") Koch Media medienwirksam von der CeBIT Home 2000 verabschiedet und bekannt gegeben, dass laut Insiderinformationen von fünf Messehallen in Leipzig nur noch zwei mit Ausstellern besetzt seien...
Der VUD, dem fast alle namhaften in Deutschland tätigen Unternehmen der digitalen Unterhaltungsbranche angehören, sieht sich als Interessenvertretung der Entwickler, Hersteller und Distributoren von Unterhaltungssoftware.
Kommentar:
Die Deutsche Messe AG hat es in diesen Tagen nicht leicht - die aufwendige Weltausstellung EXPO 2000 steht kurz vor der Tür und dann ist da noch die aufmüpfige Spielebranche, deren Ausbleiben sich zu einem größeren Debakel ausweitet, als man es in Hannover wohl erwartet hätte. Nun fragt sich, wie die CeBIT Home der Zukunft aussehen soll, wo doch die diesjährige auf das sicherlich wichtige Thema Internet reduziert wurde, dafür aber vieles andere vermissen lässt, was man zu Hause so mit seinem Rechner macht.
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