Verband kritisiert: Dresdner Bank greift den Mittelstand an
Sascha M. Binoth, Geschäftsführer des Fachverbandes, bezeichnete die Initiative als Angriff auf den Mittelstand: "Anstatt ihre mittelständischen Kunden zu unterstützen, dringt die Dresdner Bank mit diesem Projekt in deren angestammte Geschäftsfelder ein und wird zur direkten Konkurrenz ihrer eigenen Kunden."
Die Plattform, auf der die Dresdner-Bank-Tochter Allago GmbH zunächst Büroartikel, in Kürze auch EDV-Produkte anbietet, ziele hauptsächlich auf mittelständische Kunden ab, die dort besonders kostengünstig einkaufen sollen. Der Fachverband bezeichnete diese Intention als scheinheilig: "Allago zielt genau auf die Unternehmen ab, die durch die Plattform in Gefahr gebracht werden. Was angeblich ein neuer Service für den Mittelstand sein soll, untergräbt in Wahrheit die Geschäftsgrundlage vieler mittelständischer Händler", so Binoth. Diese können meist nicht mit den niedrigeren Preisen solcher Einkaufsplattformen konkurrieren, bieten aber einen bedeutenden Mehrwert im Servicebereich, den Allago nicht offerieren kann.
An dieser Stelle will der Fachverband mit einer neuartigen Dienstleistungsdatenbank ansetzen, über die Fachhändler ihre Produkte zusammen mit den entsprechenden Serviceleistungen anbieten. Kunden können unter www.serviceforum.de nach den Händlern, Produkten und Dienstleistungen ihrer Wahl suchen.
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