Regierung will Aktienoptionen steuerlich fördern
Kursgewinne sollen anders besteuert werden
Die als Mitarbeitermotivation, -bindung und -bezahlung besonders in Wachstumsbranchen oft eingesetzten Aktienoptionen sollen nach Plänen der Bundesregierung zu einem populären Gehaltsbestandteil in Deutschland werden, berichtet das Nachrichten-Magazin Spiegel.
"Dies wäre ein idealer Weg, um mehr Mitarbeiter am eigenen Unternehmenserfolg zu beteiligen", sagt Siegmar Mosdorf, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.
Vierzig Hightech-Unternehmen, darunter Pixelpark, Brokat und Teles, hatten in einem Schreiben an die Regierung kritisiert, dass Optionen hier zu Lande weitaus höher besteuert werden als etwa in den USA, wo ähnlich wie bei Aktien nur eine niedrige Kursgewinnsteuer von 20 Prozent fällig wird.
Mitarbeiter von deutschen Firmen hingegen müssen den Kursgewinn wie ein Arbeitseinkommen voll versteuern - gegebenenfalls mit dem Spitzensteuersatz. Diese "prohibitive Wirkung" erschwere es den deutschen Start-ups, "hoch qualifizierte Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen und dort auch längerfristig zu halten", zitiert der Spiegel aus dem Schreiben.
Mosdorf hat nun gemeinsam mit dem Forschungsministerium (BmBF) ein Konzept für das Bündnis für Arbeit entwickelt, wonach die Firmen künftig entscheiden können, ob ihre Mitarbeiter den Fiskus an dem "geldwerten Vorteil" sofort beteiligen müssen, also bei Einräumung der Option, oder aber erst später, wenn die Papiere gegen Aktien eingetauscht werden.
Im ersten Fall müssten die Mitarbeiter zwar weiterhin den vollen Steuersatz zahlen, allerdings nur auf den niedrigen "Basiswert" der Option. Im zweiten Fall müssten sie zusätzlich auch den Kursgewinn versteuern, allerdings nur mit dem halben Steuersatz.
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