Erste Digitalkamera zum Runterschlucken
CMOS-Sensor liefert Bilder aus dem Körper
Einen Durchbruch in der medizinischen Diagnostik verspricht der winzige CMOS-Sensor der Photobit Corporation: Er ist so winzig und stromsparend, dass er zusammen mit einer Batterie und einem Funksender in einer 11 mal 30 Millimeter großen Kapsel untergebracht werden kann.

M2A - Kamera zum Schlucken
Im Gegensatz zu nicht gerade angenehmen anderen Diagnostik-Verfahren, wie z.B. der Radiologie oder Magen- bzw. Darmspiegelung, soll die leicht herunterzuschluckende Wegwerf-Kamera-Kapsel dem Patienten keine Beschwerden verursachen und zum Teil besser verwertbare Ergebnisse liefern.
Die hauptsächlich zur Diagnose von kleineren Magen-Darm-Problemen konzipierte Kamera kann zwar nicht gesteuert oder zur Entnahme von bei gravierenderen Krankheiten oft wichtigen Proben eingesetzt werden, liefert jedoch fortlaufend Farbbilder aus ihrem Weg durch den Magen-Darm-Trakt.

Digital-Kamera-Winzling
Die Funksignale der Kamera-Kapsel werden von einem an der Hüfte des Patienten angebrachten Funkempfänger aufgezeichnet. Anschließend werden die gesammelten Bild- und Positionsdaten in eine Workstation übertragen und dort mit speziellen Programmen unter Berücksichtigung der Kameraposition ausgewertet. Das Ergebnis ist ein etwa 20 Minuten langer Film.
Die M2A getaufte Kamera-Tablette und die nötige Software werden von der israelischen Given Imaging Ltd. vertrieben. Photobit stellt den CMOS-Sensor der M2A her; das Unternehmen ist kein unbekanntes, es liefert digitale Bildsensoren an Unternehmen wie z.B. Eastman Kodak, Logitech und Lucent Technologies.
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