Spieletest: Vikings - Die Wikinger sind los
Wie von Cryo gewohnt, wird das Programm im simplen Point-and-Klick-Modus präsentiert, der Mauszeiger verändert also seine Form, wenn ein Gegenstand ins eigene Inventar aufgenommen werden kann oder Gespräche mit Personen möglich sind. Durch die Einblendung von silbernen Schlüsseln erfährt man, dass man sich der Lösung eines der zahlreichen Rätsel widmen darf, die zumeist darin bestehen, den richtigen Gegenstand mit der richtigen Person zu kombinieren.
Das Spiel wurde im Bluescreenmodus produziert, somit spielen abgefilmte Schauspieler vor gezeichneter Kulisse, was zum Teil beeindruckend, manchmal allerdings auch unfreiwillig komisch wirkt. Die Sprachausgabe hingegen ist stilvoll, die verschiedenen Charaktere bestechen zumeist durch Wortgewandtheit und Ausdrucksstärke.
Größtes Manko des Programms ist sicherlich die fehlende Abwechslung: Zwar wird die Hintergrundgeschichte schlüssig immer weitergesponnen, aber das ständige Einsammeln und Verwenden von Gegenständen ermüdet doch ein wenig. Zudem hat man kaum Einfluss auf Gespräche und Spielverlauf, so dass das Ganze mehr wie ein interaktiver Spielfilm daherkommt.
Fazit:
Nette Idee, nette Präsentation, aber leider fades Gameplay: Vikings beeindruckt zwar mit ansehnlichen äußeren Werten, Motivation und Schwierigkeitsgrad wurden dafür allerdings vernachlässigt. Somit ist das Programm vor allem für Adventure-Einsteiger und Wikingerfreunde interessant, andere sollten eher die Finger davon lassen.

