CeBIT Home 2000 - Auch Sony Computer Entertainment fehlt

Messe konzentriert sich auf das Thema Internet

Gestern hat auch Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) der CeBIT Home 2000 den Rücken zugewandt, die PlayStation 2 wird es dort also nicht zu sehen geben. Die Messeleitung bekräftigte unterdessen gegenüber verschiedenen Publikationen, dass man damit keine Probleme habe, da das Motto der diesjährigen CeBIT Home 2000 das Internet wäre.

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Gegenüber der Hannoversche Allgemeine Zeitung beispielsweise erklärte Messe-Sprecher Ullrich Koch, dass die Spielebranche "sich nicht auf eine einigermaßen einheitliche Strategie einigen kann". Deswegen sollte die ganze Messe nicht in Frage gestellt werden, da die Spielebranche gar nicht den Schwerpunkt ausmache. Laut den Informationen auf der offiziellen CeBIT-Home-Website macht sie aber durchaus einen von sechs Schwerpunkten aus, der nun offensichtlich keiner mehr ist.

Die im Vergleich zu den letzten Jahren andere Ausrichtung der diesjährigen CeBIT Home hat Sony nach bereits begonnenen Verhandlungen dazu veranlasst, von einer Teilnahme abzusehen. Manfred Gerdes, Geschäftsführer von SCED dazu: "Wir hatten vor, die CeBIT Home zu nutzen, um die PlayStation 2 einem breiten Publikum sowie der Presse und dem Handel vorzustellen. Die Entwicklung der letzten Wochen haben uns jedoch dazu veranlasst, unsere Entscheidung nochmals zu überdenken."

Übrig bleiben Sega Deutschland und ein von Microsoft genehmigtes, von der Netzstatt und Netplayer organisiertes und bezahltes Age of Empires bzw. Age of Kings Turnier...

Kommentar:
Es häufen sich Gerüchte, dass die Hannoveraner Messeleitung im Juni ein neues Konzept für zukünftige CeBIT-Home-Veranstaltungen ankündigen will, das sich noch stärker am Internet ausrichten soll und den Bereich "Digitales Entertainment" aller Voraussicht nach ganz aussparen wird. Ob das nun stimmt oder nicht - die CeBIT Home dürfte dank der konfusen Situation für Spielehersteller auch in Zukunft gestorben sein. Dadurch verliert die CeBIT Home zwar einen wichtigen Wirtschafts-Bereich, aber die Spielebranche hat nun gar keine Möglichkeit mehr, sich darzustellen.

Ob regelmäßige Roadshows oder die IFA eine Alternative sind, darf bezweifelt werden. Fest steht, dass die Branche nun keine gemeinsame, regelmäßige Präsentationsmöglichkeit mehr hat, die sie in Deutschland dringend benötigt. Wenn sie - und vor allem ihre Interessensgemeinschaften wie z.B. der VUD - sich nicht geschlossen um neue Möglichkeiten bemüht, wird das wohl auch so bleiben. Quo Vadis, Spielebranche?

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